Obduktion bringt Klarheit

Zoo Dortmund: Orang-Utan-Weibchen Toba plötzlich tot – Pfleger trauern nach dramatischen Szenen

Die Orang-Utan-Dame Toba aus dem Zoo Dortmund ist plötzlich gestorben.
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Der Zoo Dortmund trauert um eines seiner Tiere. Die Orang-Utan-Dame Toba ist plötzlich gestorben. Das Weibchen war schon länger krank.

Dortmund – Bei den Orang-Utans im Zoo Dortmund gab es einen plötzlichen Todesfall. Wie der Zoo mitteilt, ist das Orang-Utan-Weibchen Toba überraschend gestorben. Das Tier verstarb bereits am 11. Mai – sie wurde 27 Jahre alt (mehr Nachrichten aus Dortmund auf RUHR24).

SehenswürdigkeitZoo Dortmund
Besucherzahlen445.694 (2017)
Fläche28 Hektar; (11 Hektar Erweiterungsgebiet)
AdresseMergelteichstraße 80, 44225 Dortmund

Trauer im Zoo Dortmund: Orang-Utan-Dame Toba stirbt während einer Untersuchung

Es ist ein Schock: Nachdem im März dieses Jahres bereits das Nashorn-Baby Willi im Zoo Dortmund plötzlich verstorben war, folgt jetzt die traurige Nachricht aus dem Affenhaus. Wie der Zoo mitteilt, war die 27-jährige Menschenaffen-Dame am 11. Mai tierärztlich untersucht worden. Der Grund: Toba litt an wiederkehrenden Atemwegsinfekten und hatte im vergangenen Jahr eine Fehlgeburt.

Während der Untersuchung sei laut den Angaben deshalb eine Narkose zur weiteren Diagnostik nötig gewesen. Während der Inhalationsnarkose sei es dann durch Atemstillstand und einem Herzkreislaufversagen zum plötzlichen Tod des Sumatra-Orang-Utans gekommen.

Orang-Utan aus dem Zoo Dortmund plötzlich tot – Ärztinnen kämpften um Tobas Leben

Die Ärztinnen im Zoo Dortmund hatten bei der Menschenaffen-Dame neben einem allgemeinen Gesundheitscheck auch eine gynäkologische Untersuchung und den Kehlsack kontrolliert. Außerdem habe man vorgehabt, Toba ein Hormonstäbchen zur Empfängnisverhütung zu implantieren. Angesichts ihres Gesundheitszustands sollte eine weitere Trächtigkeit verhindert werden.

Bevor dies abgeschlossen werden konnte, ereignete sich jedoch der Zwischenfall, der zum Tod des Tieres führte. „Mehr als 30 Minuten lang kämpften die Zootierärztinnen Dr. Christine Osmann und Johanna Steinecker-Quast um das Leben des Menschenaffen“, heißt es in einer Mitteilung. Doch für Toba kam jede Hilfe zu spät.

Die Orang-Utan-Dame Toba aus dem Zoo Dortmund war offenbar schon länger krank.

Zoo Dortmund: Verstorbene Orang-Utan-Dame wahr schon länger krank

Nach dem Tod des Orang-Utan-Weibchens habe dann eine Obduktion gezeigt, wie schwer das Tier bereits erkrankt war. Die Befunde, die im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen erhoben wurden, zeigen, dass sich im Kehlsack des Tieres Bakterien angesiedelt und dort zu einer massiven Entzündung geführt hatten.

Während der Narkose kam offenbar es zur Streuung der Keime in mehrere Organe und zu einem daraus resultierendem Herzkreislaufversagen mit Flüssigkeitsansammlung in der Lunge. Der dadurch ausgelöste sogenannte „septische Schock“ sei so schnell passiert, dass die tierärztlichen Notfallmaßnahmen nicht mehr greifen konnten. Hinzu kommt, dass Toba wohl schon seit längerer Zeit altersbedingt an einer Herzkreislaufschwäche litt.

Video: Orang-Utan-Mütter kratzen Nachwuchs aus dem Haus

Orang-Utan ist tot: Toba lebte 15 Jahre im Zoo Dortmund

Toba wurde am 7. Februar 1994 im Zoo Leipzig geboren. Seit dem 2. Februar 2006 im lebte sie im Zoo Dortmund und zog dort zwei Jungtiere auf. 2014 übernahm sie außerdem für das verwaiste Orang-Utan-Jungtier Yenko die Mutterrolle. Mit Mokko, Suma, Walter und Yenko leben im Zoo Dortmund nun noch vier Sumatra-Orang-Utans.