Vom 21. bis zum 30. August 2020

Überraschende Aktion in Dortmund: 1000 Regenbogenfahnen wehen ab Freitag in der ganzen Stadt

Oberbürgermeister Ullrich Sierau unterstützt die Aktion "&#39DortmundZeigtFlagge".
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Oberbürgermeister Ullrich Sierau unterstützt die Aktion "'DortmundZeigtFlagge".

In Dortmund wehen vom Freitag (21. August) bis Sonntag (30. August) 1000 Regenbogenflaggen in der Stadt. Was steckt hinter der Aktion?

  • Der Christopher Street Day (CSD) konnte in diesem Jahr in Dortmund nicht stattfinden.
  • Trotz und gerade wegen der Corona-Pandemie will die Community ein Zeichen setzen.
  • 1000 Regenbogenflaggen wehen ab Freitag in der Stadt – auch an prominenten Plätzen.

Dortmund – Eigentlich sollte am Samstag (22. August) in Dortmund der Christopher Street Day (CSD) stattfinden. Die Corona-Pandemie (alle Entwicklungen im NRW-Ticker) hat dem, wie vielen anderen Veranstaltungen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Straßenfest musste abgesagt werden.

Dortmund: Regenbogenflaggen wehen nach Absage des Christopher Street Day (CSD)

Um dennoch ein Zeichen zu setzen, hat SLADO, der Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen in Dortmund, eine Aktion unter dem Hashtag "#DortmundZeigtFlagge" ins Leben gerufen. Bürger, Organisationen und die Stadtverwaltung zeigen sich so solidarisch mit der LSBTIQ-Community.

Die Stadt unterstützt die Aktion. "Dortmund zeigt mit dieser Aktion einmal mehr, wie wichtig Vielfalt und Solidarität in unserer Stadt sind. (...) An vielen städtischen Gebäuden werden Regenbogenflaggen hängen", sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD).

Dortmund: Regenbogenflaggen wehen – Florianturm wird angestrahlt

Auch der Florianturm ist Teil der Aktion. Zwar wird am Wahrzeichen der Stadt keine Regenbogenfahne wehen. Dafür wird der Fernsehturm für den Zeitraum der Aktion in Regenbogen-Farben angestrahlt.

Mit der Aktion "#DortmundZeigtFlagge" soll auf die Herausforderungen für die Community während der Pandemie aufmerksam gemacht werden. Ehrenamtliche und professionelle Kultur- und Freizeitangebote hätten lange brach gelegen – teilweise liegen sie das noch immer.

Der Florianturm in Dortmund wird für "#DortmundZeigtFlagge" in Regenbogen-Farben angestrahlt.

Beratungen und Präventionsmaßnahmen seien unterbrochen worden, wichtige, aber medizinisch nicht dringliche Eingriffe wurden verschoben. Ungewiss sei zudem, ob und wann zahlreiche Selbsthilfe-Angebote wieder in gewohnter Form durchgeführt werden können. Das sei insbesondere für queere Menschen in schwierigen Lebenssituationen wichtig.

Regenbogenfahnen in Dortmund: "Wichtiges Zeichen für queere Menschen"

Vom Zuspruch innerhalb und außerhalb der Community zeigt sich SLADO-Vorstandsmitglied Daniel Greb "überwältigt". "Damit senden sie ein wichtiges und an vielen Stellen in Dortmund sichtbares Signal, dass die Anliegen queerer Menschen weiterhin wichtig sind, auch wenn wir in diesem Jahr dafür nicht wie sonst mit dem CSD auf die Straße gehen können."

Von den 1000 geplanten Flaggen sind bereits mehr als die Hälfte verteilt. Neben der Stadt zeigen auch weitere Organisationen und Einrichtungen die Regenbogenflagge – unter anderem der Westfalenpark, der Zoo Dortmund und die Städtischen Kliniken (alle Artikel aus Dortmund auf RUHR24).

#DortmundZeigtFlagge: SLADO verteilt Regenbogenfahnen in Dortmund

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich kurzfristig beteiligen und selbst eine Regenbogenflagge an gut sichtbarer Stelle hissen. SLADO stellt dafür Flaggen in der Größe 90 mal 150 Zentimeter kostenlos zur Verfügung. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

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