Mehr Platz zum Einkaufen und Wohnen

Dortmund: Mehr Wohnraum in der Innenstadt - hier entsteht bald ein neues Wohngebiet

Auf einem verlassen Bürogelände in Dortmund soll bald ein neues Wohngebiet entstehen. 
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Auf einem verlassen Bürogelände in Dortmund soll bald ein neues Wohngebiet entstehen. 

Ein leerstehendes Gebäude in der Innenstadt-Ost ist vielen schon länger ein Dorn im Auge. Die Stadt Dortmund will dort ein neues Wohngebiet hochziehen. 

  • Ein lange ungenutztes Gebäude in Dortmund soll in einen Wohnkomplex verwandelt werden.
  • Die Nachfrage nach Wohnraum im Stadtbezirk Innenstadt-Ost ist sehr hoch. 
  • Auch eine Fläche für Geschäfte wurde bei dem Plan berücksichtigt.

Dortmund - Die Innenstadt-Ost beziehungsweise die Gartenstadt ist auf dem Wohnungsmarkt gefragt und demnach steigt auch der Bedarf an Wohnfläche. Dieser Nachfrage möchte die Stadt Dortmund nun entgegenkommen. Ein in die Jahre gekommenes Bürogebäude soll dafür weichen.

Dortmund: Neues Wohngebiet soll in Innenstadt-Ost entstehen

Gemeint ist der ehemalige Firmensitz von Siemens-Nixdorf im Kreuzungsbereich Westfalendamm /Max-Eyth-Straße. Der Gebäudekomplex ist seit Jahren unbenutzt und infolge von mehrfachen Vandalismus und Brand-Ereignissen bereits stark beschädigt. Das einstiege Bürogebäude soll deswegen als solches aufgegeben und zurückgebaut werden. 

Das alte Siemens-Gebäude in Dortmund wurde durch Brände stark in Mitleidenschaft gezogen.
Auch Vandalismus hat seine Spuren an dem Gebäude hinterlassen. 

Wie die Stadt Dortmund in einer Pressemitteilung berichtet, arbeitet die Stadt nun eng mit den jetzigen Eigentürmern des Firmengebäudes, der Instone Real Estate Development GmbH aus Köln, zusammen um dem Wunsch vieler Bürger nach mehr Wohnraum in der Innenstadt-Ost entgegenzukommen. Die Planung für ein  neues Gartenstadt-Quartier steht bereits.

Wohngebiet in Innenstadt-Ost: Geschäfte sollen sich in Dortmund ansiedeln

Auf dem Gelände soll ein neues Wohnquartier geschaffen und in das Wohngebiet Gartenstadt-Süd integriert werden. Außerdem sollen Flächenanteile für eine gewerbliche Nutzung, die das Wohnen laut Stadt Dortmund nicht stören soll, freigehalten werden. Das betrifft vor allem die Teile des Geländes, die entlang des Westfalendamms in Dortmund liegen.

Für das Projekt hat die Stadt vier externe Planungsbüros gleichzeitig engagiert. So sollten möglichst unterschiedliche Ansätze entstehen. Als Grundlage wurde im März dieses Jahres der Entwurf der Pbs Architketen Planungsgesellschaft aus Aachen ausgewählt.

Dortmund: Vor Verkehrsschall soll im neuen Wohngebiet ein Vorplatz schützen

Dieser Entwurf sieht entlang des Westfalendamms/B1 einen Gebäuderiegel mit fünf Stockwerken zur gewerblichen Nutzung vor. Wo das Gebäude im Kreuzungsbereich Max-Eyth-Straße anwinkelt, soll eine Art Vorplatz entstehen, der gleichzeitig eine schallschützende Wirkung für den südlich gelegenen Wohnkomplex erzeugt.

Zur Max-Eyth-Straße und zur Stadtrat-Cremer-Allee soll die geplante Bebauung klare Gebäudekanten in mit der Gartenstadt angemessenen Proportionen und Höhen aufweisen, wie die Stadt Dortmund mitteilt. Nicht weit weg kommt es demnächst auch zu Veränderungen: In der Ruhrallee will die Stadt mit mehreren Maßnahmen die Belastung durch Stickstoff senken.

Übrigens müssen sich Autofahrer auf der B1 bei Dortmund auf Stau aufgrund einer Baustelle einstellen, die allerdings bis Mitte Juni bleiben soll.

Dortmund: Start der Maßnahmen nahe des Westfalendamms noch unklar

Bei dem neuen Wohngebiet in der Innenstadt-Ost sollen unterschiedliche Nutzergruppen berücksichtigt werden. So sollen Angebote für verschiedene Altersgruppen integriert werden. Wie das aussehen könnte, ist noch unklar. Allerdings soll im Inneren des Wohnquartiers in Dortmund ein großzügiger Freiraum mit Grünbepflanzung entstehen, der das Gemeinschaftsleben stärken soll.

Insgesamt sind für die Wohnnutzung etwa 22.8000 m² in dem neuen Wohnkomplex vorgesehen, für gewerbliche Zwecke sollen etwa 7.250 m² freigehalten werden. Außerdem soll eine unterirdische Tiefgarage in der Innenstadt-Ost entstehen. Wann genau mit der Umsetzung des Entwurfs begonnen werden kann, muss zunächst noch in mehreren Ausschüssen besprochen werden.

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