Eichenprozessionsspinner

Dortmund sperrt Teile des Westfalenparks: Gefährliche Raupen aufgetaucht

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners machen sich auch 2021 in Dortmund breit. Mehrere Bäume im Westfalenpark sind von den gefährlichen Tieren befallen.

Dortmund – Dunkelbraun, leicht behaart und nur rund drei Zentimeter groß: Eigentlich sieht der Eichenprozessionsspinner recht unscheinbar aus. Seine Raupen sorgen hingegen seit Jahren für Probleme in Dortmund. Jetzt wurden die gefährlichen Insekten an Bäumen im Westfalenpark gefunden und müssen entfernt werden.

InsektEichenprozessionsspinner
GefahrBrennhaare der Raupen
StadtDortmund, NRW

Dortmund: Eichenprozessionsspinner hat Bäume im Westfalenpark befallen – Wege gesperrt

Denn die Raupen – oder vielmehr ihre Brennhaare – haben es in sich: Sie können beim Menschen einen üblen Hautausschlag verursachen. Das Gift Thaumetopoein in den Brennhaaren ruft die roten juckenden Flecken auf der Haut und den Schleimhäuten hervor, die sogenannte Raupendermatitis.

Weil sich die feinen Härchen der Raupe an Kleidung und Haaren festsetzen, können sie immer wieder für neue Ausschläge sorgen. Beim Einatmen können sie zu Husten und Asthma führen. Betroffen sind vor allem Menschen, die sich häufig im Wald oder Parks sowie auf Spielplätzen aufhalten.

Mit diesen Schildern warnt die Stadt Dortmund vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Eichenprozessionsspinner: Raupen im Westfalenpark Dortmund gefunden

Jetzt hat die Stadt Dortmund bekannt gegeben, dass auch 20 Bäume im Westfalenpark von den Larven des Eichenprozessionsspinners befallen sind. Die Eichen, in denen Nester des Falters gefunden wurden, bekommen jetzt Warnschilder und werden abgesperrt.

„Auch einige Wege im Park müssen vorsichtshalber gesperrt werden“, teilt die Stadt Dortmund am Donnerstag (1. Juli) mit. Besucher werden gebeten, sich an die Absperrung zu halten. Der Westfalenpark bleibt ansonsten aber geöffnet. Am Freitag (2. Juli) sollen die Nester von Spezialisten abgesaugt werden.

Eichenprozessionsspinner in Dortmund entdeckt? Hier kann man ihn melden

Wer ebenfalls Nester des Eichenprozessionsspinners in Dortmund entdeckt, der sollte diese melden. Dafür hat die Stadt gleich mehrere Kanäle zur Verfügung gestellt:

Raupenmelder-Hotline0231/50 16 320 (Mo.-Fr., 8-16 Uhr)
E-Mailraupenmelder@dortmund.de
Online-Tooldortmund.de/raupenmelder

Dortmund: Gefahr durch Brennhaare des Eichenprozessionsspinners

Wer vermeiden möchte, mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners in Berührung zu kommen, der kann laut Stadt Dortmund (PDF) einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • Areale meiden, in denen Nester zu sehen sind oder in dem vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt wird.
  • In befallenen Gegenden gilt: Nacken, Hals, Arme und Beine bedecken. Eine Sonnenbrille sowie ein Tuch schützen Augen, Nase und Mund vor den Brennhaaren.
  • Raupen und Gespinst nicht berühren!
  • In befallenen Gegenden nicht ins Gras oder auf den Boden setzen.
  • Hunde nicht frei laufen lassen. Sie können die Haare in die Wohnung tragen. Schuhe draußen ausziehen und reinigen.
  • Bei Kontakt mit weißen Raupenhaaren: Körperstellen gründlich mit Wasser abspülen.
  • Nicht kratzen.
  • Festsitzende Haare mit Klebestreifen oder Pflaster aus der Haut entfernen.
  • Duschen und Haare waschen.
  • Möbel oder Spielgeräte im Garten vor der Nutzung abwischen.

Insbesondere im Norden von Dortmund stehen viele Eichen, dort ist also besondere Vorsicht geboten. Die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können von Mai bis September gefährlich sein.

Rubriklistenbild: © Gerd P. Müller/Stadt Dortmund