CDU Dortmund legt Gastro-Plan vor

Nach dem Aus von Daddy Blatzheim und Schürmanns - wie geht es im Westfalenpark weiter?

Wie geht es mit der Gastronomie im Westfalenpark in Dortmund weiter?
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Wie geht es mit der Gastronomie im Westfalenpark in Dortmund weiter?

Noch gibt es keinen Nachfolger für die Gastronomie im Westfalenpark. Droht möglicherweise Leerstand? Eine Idee der Dortmunder CDU würde das begünstigen. 

  • Ende 2020 laufen die Pachtverträge für die bestehende Gastronomie im Westfalenpark aus.
  • Noch hat sich kein Nachfolger für den Seepavillion, das Schürmanns und das Daddy Blatzheim gefunden.
  • Jetzt hat die CDU Dortmund einen Plan vorgelegt - doch der hat einen Haken.

Dortmund - Eine grüne Oase mitten in Dortmund: der Westfalenpark. Viele Dortmunder kommen gerne hier her, um ein paar Runden in der nett angelegten Parkanlage zu drehen - oder um es sich mit Speis und Trank gut gehen zu lassen. Doch damit ist bald Schluss. Denn die Pachtverträge für die dortige Gastronomie laufen aus. Bislang gibt es keine Nachfolger.

Dortmund: Wie geht es mit der Gastronomie im Westfalenpark weiter?

Es ist ein Hin und Her mit der Gastronomie im Westfalenpark. Alles fing 2015 mit der Sanierung des Florianturms, ein Wahrzeichen der Stadt Dortmund, an. Seitdem gibt dort auch kein Restaurant mehr. Kurzzeitig schien es, als wollte die Muto Heimat Gastronomie die Lokalitäten in der Höhe übernehmen - ihnen gehören auch die anderen gastronomischen Angebote im Park.

Doch es kam zur Absage - seitdem gibt es Leerstand im Florianturm. Und nun droht dasselbe Spiel den Restaurants im restlichen Park. Die Pachtverträge für den Seepavillion, das Schürmanns und die Diskothek Daddy Blatzheim laufen Ende 2020 aus. 

Stadt Dortmund kann sich nicht auf Gastro-Konzept für Westfalenpark einigen

Die bisherigen Betreiber wollen den Betrieb nicht weiterführen - unter anderem, weil die Besucherströme inzwischen ausblieben, so Jan Möller, der Geschäftsführer der Muto Heima t Gastronomie gegenüber den Ruhr Nachrichten. 

Und die städtische Verwaltung tut sich scheinbar schwer einen geeigneten Nachfolger zu finden. Seit 2018 brütet sie über den Möglichkeiten, wie es mit der Gastronomie im Westfalenpark weitergehen könnte - wirklich passiert ist allerdings noch nicht.

CDU legt Konzept für Gastronomie im Westfalenpark vor

Und die Zeit läuft. Ende 2020 machen der Seepavillion, das Schürmanns und das Daddy Blatzheim zu. Wie es derzeit aussieht, bleiben leerstehende und ungenutzte Räumlichkeiten zurück. 

Doch jetzt meldet sich die CDU Dortmund zu dem Vorfall zu Wort und präsentiert eine Idee wie es mit den Restaurants im Westfalenpark weitergehen soll. Sie streben einen grundsätzlich anderen Ansatz an.

CDU schlägt anlassbezogene Gastronomie im Westfalenpark vor

"Anstatt sich Gedanken darüberzumachen, in welcher Form die Gebäude an der Buschmühle künftig genutzt werden können, sollte man sich vieler die Frage stellen, wie viel Gastronomie ein Westfalenpark überhaupt braucht und, in welcher Form", so Ute Mais, Mitglied der CDU-Ratsfraktion. 

Konkret meint sie damit: Die stationären Restaurants raus aus dem Westfalenpark und die Food -Trucks rein - zu gegebenen Anlässen. So die Idee der CDU, wie sich die Bewirtung in der grünen Oase gestalten soll.

Etablierte Restaurants nicht mehr zeitgemäß - auch nicht im Dortmunder Westfalenpark

Denn laut Ute Mais sein fest etabliere Restaurants nicht mehr zeitgemäß - und greift damit die Argumentation von Muto Heimat Gastronomie-Geschäftsführer Jan Möller auf. Das Problem aller Parkanlagen sei, dass im Winter meist nur sehr wenige Menschen draußen geschweige denn in Parks wie dem Westfalenpark unterwegs seien, um dort dann die Gastronomie zu nutzen, heißt es in der Pressemitteilung der CDU Dortmund.

"Dem kann man meiner Meinung nach nur gerecht werden, in dem man verstärkt auf mobile Gastronomie setzt. Die sogenannten Food-Trucks sind heute schon vielerorts sichtbar und vor allem sehr flexibel im Einsatz" so Ute Mais.

CDU will Antrag für mobile Gastronomie im Westfalenpark stellen

Diese Idee will die CDU bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund präsentieren. Denn ihr Vorschlag habe nicht nur den Vorteil, dass das gastronomische Angebot in seiner Vielfältigkeit bei Bedarf steigen würde, sondern auch, dass keine millionenschweren Investitionen in Bestandsgebäuden getätigt werden müssten. 

Aber die Gebäude im Westfalenpark bestehen nun mal. Was passiert mit ihnen, wenn sich auch Ende 2020 kein Nachfolger für den Seepavillion und das Schürmanns findet? Droht ihnen etwa auch ungenutzter Leerstand? Das sollte ja eigentlich auch keine optimale Lösung sein. In der Pressemitteilung der CDU findet sich dazu allerdings kein Hinweis. 

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