Luxuskarren und Lappen weg

Illegales Rennen in Dortmund: Mann heizt mit Porsche des Chefs über den Wall

Ein Auto bewegt sich auf einer Straße.
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Auf dem Wall in der Dortmunder Innenstadt kommt es immer wieder zu illegalen Autorennen (Symbolbild).

Wieder einmal lieferten sich Raser auf dem Wall in Dortmund ein illegales Rennen. Besonders dreist: Einer der Fahrer war mit dem neuen Porsche seines Chefs unterwegs.

Dortmund – Traurig aber wahr, aber illegale Rennen auf dem Wall in Dortmund sind wahrlich keine Seltenheit mehr. Raser in Protzkarren liefern sich waghalsige Rennen in der Innenstadt – trotz zahlreicher Maßnahmen der Polizei. Besonders dreist wird es, wenn die Raser mit dem Porsche des Chefs auf die Tube drücken.

StadtDortmund
StadtteilMitte
VorfallIllegales Rennen auf dem Wall

Illegales Rennen auf dem Wall in Dortmund: Vier Fahrer fielen mit riskantem Fahrstil auf

Eigentlich ist auf dem Wall in der City von Dortmund ab 21 Uhr Tempo 30 angesagt. Eigentlich. Denn so manche Raser lassen sich von dieser Polizei-Maßnahme nicht einschüchtern und geben Gas. So auch geschehen am Montagabend (4. Oktober).

Mit einem Porsche, einem BMW und zwei Mercedes fielen die Fahrer laut Bericht gegen 21.35 Uhr der Dortmunder Polizei auf. Die Fahrer der Luxuskarossen sollen auf dem Wall eine Formation gebildet und stark beschleunigt haben, außerdem machten sie mit einem riskanten Fahrstil auf sich aufmerksam (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Raser auf dem Dortmunder Wall flieht zu Fuß – Konsequenzen drohen dennoch

Der Verdacht lag nahe, dass es sich dabei um ein illegales Rennen handele und die Polizei schritt ein. Mit Blaulicht und Martinshorn verfolgte ein Streifenwagen die vier Raser auf dem Wall. Am Südwall stellte sich die Polizei schließlich quer vor die Fahrer der schnellen Autos und konnte zwei der vier Fahrer stoppen.

Die Fahrer des Porsche 911 Turbo S und ein Mercedes E 220 D konnten so ausgebremst werden. Der Fahrer des Mercedes wollte sich anscheinend aber nicht mit der Polizei auseinandersetzen und ergriff laut der Ruhr Nachrichten die Flucht. Zwar konnte der Mann zu Fuß flüchten, doch die Polizei habe laut Bericht Hinweise auf die Identität und die Ermittlungen dauern an.

Dreister Raser auf dem Wall in Dortmund drückte mit neuem Porsche des Chefs auf die Tube

Besonders bitter dürften die Konsequenzen für den Porsche-Fahrer ausfallen. Er hat nicht nur Konsequenzen der Polizei zu befürchten, sondern wohl auch seines Chefs. Gegenüber den Beamten gab der 38-jährige Dortmunder an, den neuen Porsche für seinen Chef überführen zu wollen (mehr News zu Verkehr und Unfällen in NRW bei RUHR24).

Polizei und Stadt Dortmund setzen auf ein Tempolimit gegen Raser auf dem Wall.

Daraus wird wohl erstmal nichts. Die Polizeibeamten stellten das Fahrzeug sicher. Bis der Wagen dem Chef des Mannes übergeben wird, könne noch etwas Zeit verstreichen, da das Fahrzeug noch technisch ausgelesen werden muss, erklärte Polizeisprecher Peter Bandermann den Ruhr Nachrichten.

Video: Verkehr in NRW – Zahlen und Fakten 

Auch das Fahrzeug des geflüchteten 28-jährigen Mercedes-Fahrers wurde durch die Polizei sichergestellt. Beiden Rasern wurde der Führerschein entzogen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Teilnahme an einem illegalen Rennen gegen die Männer (§ 315d Strafgesetzbuch).

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