Gefährlicher Unfall in der City

Dortmund: Wall-Raser knallt bei Verfolgungsfahrt mit Polizei gegen Kirchenmauer

Die Flucht vor einer Polizeikontrolle sorgte für einen spektakulären Unfall in der Dortmunder City
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Die Flucht vor einer Polizeikontrolle sorgte für einen spektakulären Unfall in der Dortmunder Innenstadt. Symbolbild

Die Polizei Dortmund hatte in der Nacht zu Samstag (6. Februar) und Sonntag (7. Februar) erneut mit Rasern zu tun. Ein Fluchtversuch endete in der Mauer der Propsteikirche in der Innenstadt.

Dortmund – Wochenende für Wochenende sorgen Raser und Poser im Stadtgebiet von Dortmund für Zwischenfälle und Polizeieinsätze. In der Nacht zu Samstag und Sonntag erteilte die Polizei Dortmund erneut 143 Personen Platzverweise. Für Aufsehen sorgte der Fluchtversuch eines BMW-Fahrers, der wortwörtlich „krachend“ scheiterte.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Raser flüchtet über Wallring vor Polizei und kracht gegen Mauer der Propsteikirche

Gegen 1.20 Uhr flüchtete dieser in der Nacht zu Samstag mit rund 100 km/h vor einer Kontrolle der Polizei am Ostwall, wie es in einer Pressemitteilung der Polizei Dortmund heißt. Über den Wallring raste der 23-Jährige davon und bog in die Hansastraße ab. Bei der Flucht vor den Beamten nutzte er die Spur des Gegenverkehrs und krachte am Ende der Verfolgungsfahrt in eine Mauer der dortigen Propsteikirche.

Gegen den 23-jährigen Dortmunder wird jetzt ermittelt. Er habe unter dem Einfluss von Drogen gestanden und sei nicht im Besitz eines Führerscheins. Laut Polizei Dortmund hatte der BMW-Fahrer „großes Glück“, dass er bei dem Unfall in der Innenstadt nur leichte Verletzungen erlitt (alle Blaulicht-News aus Dortmund auf RUHR24.de).

Polizei Dortmund stellt erneut etliche Verstöße bei Raser-Treffen fest – Verlagerung nach Unna

Polizei und Ordnungsamt der Stadt Dortmund überprüften in beiden Nächten am Wochenende an mehreren Kontrollstellen insgesamt 310 Personen. Dabei wurden 15 Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung festgestellt, acht Mitglieder der Szene sanktionierte das Ordnungsamt, weil sie ihren Müll in der Innenstadt hinterließen und in drei Fällen stellte die Polizei aufgrund technischer Mängel die Fahrzeuge sicher.

Während es in Dortmund Überlegungen gibt, einen legalen Tuner-Treffpunkt zu schaffen, scheint sich ein Teil der Probleme in die Nachbarstadt Unna zu verlagern. Dort sorgten am späten Freitagabend (5. Februar) etwa 20 Fahrzeuge mit hauptsächlich auswärtigen Kennzeichen für einen Großeinsatz der Polizei.

Nach einem ersten Einsatz auf dem Gelände der „Star“-Tankstelle, bei dem etliche Platzverweise ausgesprochen wurden, kam es im weiteren Verlauf des Abends zu weiteren Ansammlungen auf dem Innenstadtring, am Hellweg Center und am Bahnhof. Während des laufenden Einsatzes kam es auch in Unna zu einer Verfolgungsfahrt.

Raser-Szene verlagert sich von Dortmund nach Unna – Polizei am Wochenende im Großeinsatz

Ein schwarzer VW Polo habe versucht, sich der Fahrzeugkontrolle zu entziehen. Ein Streifenwagen der Polizei forderte den Fahrer zum Anhalten auf. Der ignorierte die Zeichen und beschleunigte stattdessen. Zwei Kreuzungen überfuhr er trotz roter Ampel und gefährdete dabei unbeteiligte Personen.

Die Polizei brach die Verfolgungsfahrt ab, eine anschließende Fahndung nach dem Fahrzeug wurde nach einer gewissen Zeitspanne ebenfalls beendet. Ermittlungen über das Kennzeichen hätten laut Polizei Unna ergeben, dass der Fahrzeughalter keinen Führerschein besitzt. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren.

Video: Immer noch kein Länder-Beschluss zu Strafen für Raser

„Wir sind aufgrund der jüngsten Vorkommnisse in Dortmund, die die Raser-, Poser- und Tuningszene betreffen, auf eine eventuelle Verlagerung nach Unna vorbereitet. Wir haben das Milieu bereits in der Vergangenheit im Blick gehabt und werden auch in Zukunft mit entsprechenden Einsatzmaßnahmen auf weitere Treffen reagieren, um nicht für Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen, sondern auch die Anwohnerschaft zu schützen“, sagt Polizeioberrat Stephan Werning zu dem Großeinsatz in Unna.

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