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Extinction Rebellion: Aktivisten wollen heute den Wall lahmlegen

Extinction Rebellion: Aktivisten wollen Verkehr auf Wall in Dortmund lahmlegen. 
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Extinction Rebellion: Aktivisten wollen Verkehr auf Wall in Dortmund lahmlegen. 

Heute (14. Juli) wollen die Aktivisten um Extinction Rebellion den Verkehr auf dem Wall in Dortmund lahmlegen. Hier die Infos. 

  • Die Aktivisten rund um Extinction Rebellion wollen am Dienstag (14. Juli) auf dem Wall demonstrieren. 
  • Die Demonstration soll zwischen 16 und 18 Uhr stattfinden und ist angemeldet. 
  • Die Aktivisten nennen Dortmund eine fahrradfeindliche Stadt und kritisieren das Verhalten beim Projekt "UmsteiGERN"

Dortmund - Die Aktivisten von Extinction Rebellion haben angekündigt, am Dienstag (14. Juli) Teile des Walls in Dortmund (alle Artikel im Ressort auf RUHR24.de) lahm zu legen. Dabei wollen sie die Stadt Dortmund zu einer ambitionierteren Verkehrswende auffordern. 

Gruppe

Extinction Rebellion

Gründung 

Mai 2018

Gründer 

Roger Hallam, Gail Bradbrook

Zwecke

Klimaschutz, Naturschutz, Umweltschutz

Dortmund: Protest von Extinction Rebellion auf dem Wall 

"So funktioniert das nicht!": Das ist zumindest die Meinung der Aktivisten von Extinction Rebellion über die Aktion der Stadt "UmsteiGERN". "Die Stadt Dortmund möchte im Verkehrsbereich das Kopenhagen Deutschlands werden und wirbt aktuell mit der Kampagne UmsteiGERN für mehr Fahrrad fahren", so Amelie Meyer von  Extinction Rebellion Dortmund

Man fordere die Bürger auf, in Vorleistung in einer fahrradfeindlichen Stadt zu gehen. Gleichzeitig würde man jede Verbesserung wie Pop-Up-Bikelanes torpedieren. "Ich glaube nicht, dass es funktionieren wird, erst mehr Fahrräder auf die Straßen zu bekommen und danach vernünftige Radwege zu bauen", so die Aktivistin.

Extinction Rebellion in Dortmund: Kritik am Verhalten rund um "UmsteiGERN"

Am Dienstag (14. Juli) will Extinction Rebellion zwischen 16 und 18 Uhr den Verkehr auf Teilen des Walls lahmlegen. Es handele sich laut Aktivisten um eine angemeldete Aktion. Die Demonstranten würden sich sogenannte "Gehzeuge" umhängen - dabei handelt es sich um Holzgestelle in der Größe eines Autos

Video: Extinction Rebellion: 24-Stunden-Demo für den Klimaschutz 

"Wir wollen mit unserer Aktion aufzeigen, wie viel Platz ein Auto, in dem häufig nur eine Person sitzt, im Vergleich einnimmt", so Dominik Lange von Extinction Rebellion Dortmund. Nicht nur der Platz sei das Problem. Auch Lärm, Schadstoffe und der CO²-Ausstoß kämen hinzu. 

Hier startet die Demonstration für das Klima und die Verkehrswende - Friendensplatz Dortmund.

"Wir fordern die Stadt Dortmund zu einer ambitionierten Verkehrswende auf. Das ist ein wichtiger Baustein für die Klimaneutralität ab dem Jahr 2025", so der Aktivist. 

Dortmund: Das ist das Projekt "UmsteiGERN" - emissionsfreie Stadt 

Meinung: "Der Alltags-Radverkehr in Dortmund macht keinen Spaß und ist unangenehm. Auf die Planer des eigentlich guten Projektes "UmsteiGERN" kommt viel Arbeit zu. Dabei gibt es durchaus Potenzial. Der Freizeit-Radverkehr, der ja sehr gut im Ruhrgebiet ist, macht es vor. Doch beim Alltags-Radverkehr fehlt bei einigen einfach noch der Wille", findet RUHR24-Redakteur Dennis Liedschulte 

Das Projekt "UmsteiGERN" soll Dortmunds Einstieg in die emissionsfreie Innenstadt sein. Dabei will die Stadt Dortmund Projekte und Aktionen realisieren, um die Treibhausgasemissionen im Straßenverkehr zu mindern - das Vorbild ist Kopenhagen. Das Ziel sei, möglichst viele Wege zu Fuß, mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. 

Dabei unterstreichen die Organisatoren allerdings auf ihrer Homepage auch, dass eine "vollständig emissionsfreie Innenstadt im Projektzeitraum" nicht realisierbar sei. Man wolle den Anteil der klimafreundlich zurückgelegten Wege von 67 auf 75 Prozent steigern. 

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