Vorsichtsmaßnahmen wichtig

Vogelgrippe erreicht Dortmund: Stadt nennt Regeln für Mensch und Tier

Die Stadt Dortmund hat einen Ausbruch bestätigt: Die Vogelgrippe ist im Ruhrgebiet angekommen.

Update, Freitag (28. Januar), 18.15 Uhr: Wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe in Dortmund hat die Stadt am Abend eine Allgemeinverfügung erlassen, die dabei helfen soll, die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen.

In der Allgemeinverfügung sind die für die Geflügelhalter jetzt streng zu beachtenden Vorgaben in dem jeweiligen, dort auch näher beschriebenen Restriktionsgebiet geregelt:

  • Stallpflicht für Geflügel in einem Radius von zehn Kilometern
  • verbessertes Hygienemanagement
  • Meldung der Tierzahlen,
  • Verbot des Transports und Meldung bei Krankheitsverdacht (vermehrter Anfall von totem Geflügel)

Erstmeldung, Freitag (28. Januar), 12.15 Uhr: In Dortmund ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Das hat die Stadt am Freitag (28. Januar) bestätigt. Was jetzt zu beachten ist, weiß RUHR24*.

StadtDortmund
EreignisAusbruch Vogelgrippe
ErregerInfluenza-Virus H5N1

Dortmund: Vogelgrippe ausgebrochen – bis zu 100 Vögel müssen getötet werden

Die Vogelgrippe ist in einer privaten Auffangstation für Vögel in Dortmund ausgebrochen. „Die Räumung des gesamten Vogelbestandes steht nun an“, schreibt die Stadt Dortmund. Räumung ist in dem Fall gleichbedeutend mit dem Tod der rund 100 Tiere, die in dieser Auffangstation in Dortmund* leben. Die Beteiligten dieser Einrichtung seien „sehr betroffen“, heißt es.

Die Vogelgrippe breitet sich aktuell in Deutschland aus. Bislang habe man zwischen Herbst 2020 und Frühjahr 2021 die bislang schwerste Epidemie erlebt. Der Erreger sei auch immer wieder bei Wildvögeln nachgewiesen worden.

Vogelgrippe in NRW: Dortmund ist nicht der erste Ort, an dem die Krankheit auftritt

Im Herbst 2020 bestätigte das Land NRW den ersten Fall der Vogelgruppe im Kreis Kleve. Vor Ostern 2021 kam es in Menden, im Märkischen Kreis, zum Ausbruch der Vogelgrippe* in einem Legehennenbetrieb. Im November 2021 folgte dann eine weitere Ausbreitung der Krankheit in Paderborn*. Und jetzt in Dortmund.

Die Stadt Dortmund weist nun alle Halter von Geflügel darauf hin, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen:

  • Vögel dürfen keinen Kontakt zu Wildvögeln haben – etwa durch die Tränke oder Fütterung.
  • Menschen sollten sich nur mit betriebseigener Kleidung ihren Vögeln nähern.
  • Besucherkontakt sollte vermieden werden.
  • Einsatz von Desinfektionsmitteln.

Dortmund: Das sollten Menschen über die Vogelgrippe wissen

Es sei am sichersten, das Geflügel in geschlossenen Ställen zu halten. Besonders wichtig sei es zudem, Hühner, Gänse oder andere Vögel von Wildvögeln fernzuhalten. Das Vogelgrippe-Virus verbreitet sich unter anderem über den Kot der Tiere. Sollte es zu ungewöhnlich hohen Todesfällen bei den Tieren kommen, sollen Halter sofort das Veterinäramt verständigen.

Können sich auch Menschen mit der Vogelgrippe infizieren? Theoretisch ja. Allerdings ist das nur sehr schwer möglich. Zwar sind Geflügelhalter und Tierärzte gefährdeter. Doch in den vergangenen Jahren hat es nur sehr wenige Fälle der Vogelgrippe beim Menschen gegeben. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa, RUHR24; Collage: RUHR24

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