Videoüberwachung: Dortmunds Polizei forciert nächsten Hot-Spot

Videoüberwachung / Kameras / Kamera in der Brückstraße / im Brückstraßenviertel. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
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Videoüberwachung / Kameras / Kamera in der Brückstraße / im Brückstraßenviertel. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Die Polizei in Dortmund forciert die Videoüberwachung in der Nordstadt. Damit hätte die Westfalenmetropole künftig zwei Zonen, in denen Kameras laufen.

Die Polizei in Dortmund forciert die Videoüberwachung in der Nordstadt. Damit hätte die Westfalenmetropole künftig zwei Zonen, in denen Kameras laufen.

  • Anfang 2020 könnte die Videoüberwachung auf der Münsterstraße in der Nordstadt starten.
  • Die Meinungen in der Politik sind gespalten.
  • Die Polizei hält das Mittel für geeignet, um Kriminelle schneller zu schnappen.

In der Brückstraße mitten in der Innenstadt von Dortmund läuft bereits seit Dezember 2016 die Videoüberwachung der Polizei. Künftig soll ein nächster Hot-Spot dazu kommen, in dem die Polizei ihre Kameras laufen lässt.

Die Idee der Videoüberwachung in der Nordstadt ist aber nicht ganz neu. Bereits im Februar dieses Jahres dachte Polizeipräsident Gregor Lange laut darüber nach, in der Münsterstraße Videokameras installieren zu lassen. Immer wieder kommt es hier zu Diebstählen und anderen Straftaten.

Pläne für Videoüberwachung in Münsterstraße konkreter

Die Pläne für die Kamerainstallation in diesem Bereich würden jetzt immer konkreter, wie Radio 91.2 berichtet. Demnach liefen die Vorbereitungen für die Videoüberwachung auf Hochtouren. Gegenüber dem Radio sagte die Polizei, dass die Videoüberwachung in der Nordstadt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 starten könnte. Entsprechende Gespräche mit Anwohnern hätten stattgefunden und es gäbe "durchaus Bereitschaft."

Das Video-Konzept für die Münsterstraße soll aber ein anderes sein, als auf der Brückstraße. "Wir haben dort (in der Münsterstraße, Anm. d. Red.) keine Beschränkung nur aufs Wochenende“ betonte Gregor Lange bereits im Februar dieses Jahres.

Videoüberwachung spiele in der Münsterstraße in der gesamten Woche eine Rolle. In der Brückstraße wird aktuell dagegen nur von Freitag bis Sonntagmorgen und da auch nur in der Zeit von 22 bis 7 Uhr gefilmt.

CDU fordert Ausweitung der Überwachung

Mit der Ausweitung der Videoüberwachung rennt die Polizei bei der CDU in Dortmund offene Türen ein. Die Partei forderte schon Anfang des Jahres die Ausweitung der Methode in Dortmund. Auch die SPD in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord zeigte sich nicht abgeneigt.

Bei Grünen und Linken dagegen herrscht in Sachen Videoüberwachung eher Skepsis. Die Kritik: Die Überwachung via Kamera führe zu einem Mehr an Überwachung auch unbeteiligter Personen. Stattdessen sollten mehr Polizeistreifen für Sicherheit sorgen.

Neben der Münsterstraße und der Brückstraße könnte es künftig sogar eine dritte Zone geben, in der in Dortmund von Seiten der Polizei gefilmt wird - nämlich in Dorstfeld. Polizeipräsident Gregor Lange lässt derzeit prüfen, den Bereich um Emscher- und Thusneldastraße mit Videokameras zu überwachen.