Situation in der Innenstadt

Fahrrad-Chaos auf bekannter City-Straße in Dortmund soll Ende haben

Kampstraße in Dortmund
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Im Bereich der Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt gibt es keine gekennzeichneten Radwege.

Für Fahrradfahrer in Dortmund kann die Fahrt durch die Innenstadt schon mal zum Abenteuer werden. Nun soll eine neue Lösung her.

Dortmund - Dortmund möchte „Fahrradstadt“ werden. Doch der Weg dahin scheint noch lang. Für einen Bereich in der Innenstadt gibt es nun einen Vorschlag für einen neuen Radweg am Wall in Dortmund.

StraßeKampstraße
Längecirca 1.200 Meter
LageInnenstadt, zwischen Westentor und Ostentor

Radwege in Dortmund: Situation auf der Kampstraße sorgt für Chaos

In der Innenstadt mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, kann an der einen oder anderen Stelle spannend werden. Nicht nur Fußgänger und Autofahrer stellen zum Teil Hindernisse dar - aufgrund von fehlenden Radwegen in Dortmund müssen Radfahrer nicht selten von ihren Fahrrädern absteigen.

So ist derzeit die Situation auf der Kampstraße in der Innenstadt. Wer mit dem Rad zwischen der Petrikirche und der Hansastraße unterwegs ist, hat das Nachsehen. Denn eine Verkehrsführung für den Radverkehr fehlt an dieser Stelle.

Radweg-Chaos in der Innenstadt von Dortmund: Fahrradfahrer müssen absteigen und schieben

Im Bereich der Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt gibt es keine gekennzeichneten Radwege.

Aktuell ist es so, dass die von Osten kommenden Radfahrer gemeinsam mit dem Autoverkehr auf der Nordseite der Kampstraße fahren. Die von Westen kommenden Radfahrer müssen dort absteigen und ihr Fahrrad durch die Fußgängerzone schieben. So schreiben es der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) und der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) sowie der VCD (Verkehrsclub Deutschland) in einem Antrag an die Bezirksvertretung Innenstadt-West.

Erschwert würde die Situation an der Kampstraße außerdem dadurch, dass das früher vorhandene Schild „Radfahrer frei“ nicht mehr vorhanden ist.

Dortmund: Verbände schlagen einfache Lösung für neuen Radweg in der Innenstadt vor

Die Verbände schlagen jedoch eine einfache Lösung vor. So könne die Situation gelöst werden, wenn eine Sperrflächenmarkierung in diesem Bereich entfernt und das Parken auf der Nordseite der Kampstraße zwischen Freistuhl und Hansastraße verboten würde. Dort herrscht derzeit zwar ein eingeschränktes Halteverbot - daran würde sich laut den Verbänden jedoch kaum jemand halten.

Mit der „verbesserten Radverkehrsführung“ wollen die Antragssteller außerdem ein weiteres Problem lösen. Der neue Radweg ermögliche gleichzeitig eine Weiterführung des von Westen kommenden Radverkehrs bis zur Straße „Friedhof“ und zum Pylon an der Reinoldikirche.

Dortmund: Neue Lösung für Radverkehr an der Kampstraße - auch Fußgänger sollen profitieren

Diese Lösung hätte auch während des Weihnachtsmarktes oder anderer Veranstaltungen, wenn Teile der Kampstraße durch Verkaufsstände blockiert sind, Bestand. Auch die Fußgänger profitieren laut ADFC und Co. von der neuen Regelung.

So würde der Radverkehr in der Fußgängerzone zwischen den ehemaligen Straßenbahngleisen und den Geschäften um etwa 80 Prozent reduziert und Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern weitestgehend vermieden.

Video: Das sind die kuriosesten Radwege Deutschlands

„Radfahrer frei“ in der Innenstadt von Dortmund: Kampstraße soll mit dem Fahrrad erreichbar sein

Zusätzlich regen die Verbände die Wiederanbringung des Schildes „Radfahrer frei“ an der westlichen Einfahrt der Fußgängerzone in Höhe des Freistuhls an. „Dies ermöglicht den Radlern, die in diesem Bereich einkaufen, die Geschäfte auf der Südseite der Kampstraße zu erreichen ihre Räder vor den Geschäften abzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ob die neue Radverkehrsführung im Bereich der Kampstraße tatsächlich umgesetzt wird, darüber wird die Bezirksvertretung Innenstadt-West Anfang Dezember abstimmen.