Schreckliche Verbrechen

Dortmund: Nach Vergewaltigung an Mädchen - NRW-Minister zieht drastischen Schritt in Erwägung

Die Staatsanwaltschaft Dortmund äußert sich zu zwei Fällen der Vergewaltigung.

Ein Mann soll in Dortmund zwei Mädchen vergewaltigt haben. Laut NRW-Minister Joachim Stamp (FDP) könnte der mutmaßliche Täter deshalb abgeschoben werden.

Update, Donnerstag (30. Juli), 16.40 Uhr: Dortmund – Der Mann, der zwei Mädchen in Dortmund vergewaltigt haben soll, könnte nach einem Urteil abgeschoben werden. Das sagte NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) heute.

Dortmund: Beschuldigter könnte nach Vergewaltigungen in Dortmund abgeschoben werden

Die Bestürzung in Dortmund war groß, nachdem gestern bekannt wurde, dass ein 23-jähriger Mann aus Afghanistan offenbar bereits zwei Mal zugeschlagen haben soll. Mittlerweile sitzt er wieder in Untersuchungshaft.

Nun hat sich NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) zu dem Verbrechen geäußert - mit deutlichen Worten. Eine Vergewaltigung sei eine schwerwiegende Straftat. Wenn es zu einer Verteilung komme, könne jemand der einen Schutzstatus hat, diesen verlieren: "Und kann dann auch direkt ins Heimatland zurückgeführt werden", sagte Stamp dem ZDF.

Der Beschuldigte stammt aus Afghanistan, besitzt jedoch einen Aufenthaltstitel für Deutschland. Die Situation in Afghanistan gilt zwar als schwierig. Straftäter und Gefährder seien dennoch auch zuletzt dorthin abgeschoben worden, sagte Stamp.

Dortmund: Mann soll zwei Mädchen in der Nordstadt vergewaltigt haben

Update, Mittwoch (29. Juli), 17.10 Uhr: Ein Mann soll in Dortmund zwei Mädchen vergewaltigt haben. Nach der ersten Tat Ende Juni kam er in Untersuchungshaft, musste dann aber wieder freigelassen werden. Jetzt stellt die Staatsanwaltschaft Dortmund klar, warum.

Der Beschuldigte soll zunächst in der Nacht auf den 20. Juni eine damals Elfjährige vergewaltigt haben. Einen Tag später wurde er festgenommen und kam in Haft. Vorgeworfen wurden ihm sexueller Missbrauch von Kindern und Vergewaltigung sowie ein Drogendelikt.

Doch nur eineinhalb Wochen später wird der Mann freigelassen. "Wie konnte das passieren?", fragen sich nun viele.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund äußert sich nun dazu. Offenbar gab es beim Haftprüfungstermin im Amtsgericht am 3. Juli (Freitag) Zweifel an den Angaben des Opfers. Welche Angaben das waren und ob sich diese später wirklich als falsch herausstellten, konnte Staatsanwalt Börge Klepping wegen der laufenden Ermittlungen nicht sagen.

Übrig blieb also nur das Drogendelikt, der Mann kam noch am selben Tag frei.

Vergewaltigung in Dortmund: Beschuldigter soll bis zum Prozess in Haft bleiben

Drei Wochen später soll der Beschuldigte ein weiteres Mädchen in einen Hauseingang in der Nordstadt von Dortmund gelockt und vergewaltigt haben. Er wurde von der Polizei erneut festgenommen und sitzt jetzt wieder in U-Haft.

Aufgrund der ausführlichen Beschreibung des 13-jährigen Opfers konnte die Polizei noch in derselben Nacht einen Mann festnehmen. (Symbolbild) 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das nach der zweiten Tat auch so bleiben wird: "Sollten sich die Vorwürfe nicht in Gänze als falsch herausstellen, dann ist davon auszugehen, dass der Mann bis zum Prozess in Haft bleibt", sagte Staatsanwalt Klepping gegenüber RUHR24.

Dortmund: Vergewaltiger schlug bereits ein zweites Mal zu - U-Haft

Update, Mittwoch (29. Juli), 9.55 Uhr: Der Mann, der in einem Hausflur in Dortmund ein Mädchen vergewaltigt haben soll, ist bereits zuvor mit einer ähnlichen Tat aufgefallen. Mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft.

Das berichtet die Bild unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Dortmund. Demnach soll er sich nur einen Monat zuvor an einem damals 11-jährigen Mädchen in Dortmund vergangen haben.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund äußert sich zu zwei Fällen der Vergewaltigung.

Weil er zuvor jedoch nur wegen Drogendelikten bekannt war und einen festen Wohnsitz hatte, kam er nach wenigen Tagen aus der U-Haft frei. Fluchtgefahr habe demnach nicht bestanden.

Nach der zweiten Tat lieferte das Opfer jedoch eine genaue Beschreibung des Vergewaltigers, der noch am selben Abend gefasst wurde. Er sitzt nun erneut in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird laut dem Bericht wegen sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung ermittelt.

Hilfe nach sexuellem Missbrauch: Kostenlose Hotlines für Opfer und Angehörige

Sie haben selbst sexuellen Missbrauch erlebt oder glauben, dass ihr Kind misshandelt wurde? Dann können sie sich an diese kostenlosen und anonymen Hilfetelefone wenden:

Dortmund: Mann soll Mädchen in der Nordstadt vergewaltigt haben

Ursprungsmeldung, Montag (27. Juli): Am Freitagabend gegen 17.45 Uhr soll es in der Nordstadt in Dortmund ein schreckliches Verbrechen gegeben haben. Ein 23-jähriger Mann soll ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt haben.

Zuvor habe der mutmaßliche Täter das Mädchen in einen Hausflur in der Nordstadt gelockt. Dort soll er sie dann vergewaltigt haben. Nach der Tat floh der junge Mann.

Das Mädchen war nach dem Übergriff nach Hause gegangen und habe sich da seinen Eltern anvertraut. Diese haben umgehend die Polizei Dortmund informiert (mehr Nachrichten aus Dortmund auf RUHR24.de)

Dortmund: Mutmaßlicher Täter flieht nach Vergewaltigung 

Die 13-Jährige soll den Beamten den mutmaßlichen Täter wohl sehr genau beschrieben haben. Das führte dazu, dass die Polizei Dortmund noch in der Nacht auf Samstag in der Nähe des Tatorts einen Mann festnehmen konnte, der auf die Beschreibung des Opfers passte.

Das teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund am heutigen Montag (27. Juli) mit. Der mutmaßliche 23-jährige Täter sitzt nun in Untersuchungshaft. Er soll bereits wegen Drogendelikten vorbestraft und polizeibekannt sein. "Wir ermitteln gegen ihn wegen schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung", so Staatsanwalt Börge Klepping gegenüber der BILD

Dortmund beschäftigt ein weiteres schreckliches Verbrechen

Die schreckliche Tat in der Nordstadt ist nicht der einzige Vorfall den Dortmund derzeit beschäftigt. Ein Verbrechen, das schon einige Jahre zurückliegt, sorgte ebenfalls für Aufregung.

Ralf H. soll 1993 die 16-jährige Denise Schalla vergewaltigt und getötet haben – nun kam er überraschend frei. Der Mordprozess in Dortmund beginnt von Neuem, zum Schock der Eltern des Opfers. 

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