Vorläufige Bilanz

Katastrophale Bilder vom Hochwasser in Dortmund: Emscher fließt bis in den Phoenix See

Die Stadt Dortmund zieht nach dem Unwetter am Mittwoch (14. Juli) Bilanz und spricht von einem verheerenden Starkregen.

Update, Freitag (16. Juli), 12 Uhr: Die Feuerwehr Dortmund ist nach den Einsätzen auf dem eigenen Stadtgebiet am Mittwoch (14. Juli) und Donnerstag (15. Juli) aktuell in anderen, viel stärker vom Unwetter „Bernd“ getroffenen, Krisenregionen und -gebieten.

Feuerwehrleute und Hilfsorganisationen aus Dortmund sind aktuell in Düren und Erftstadt und waren in Hagen und bei Leverkusen im Einsatz.

Erstmeldung, Donnerstag (15. Juli): Die Stadt Dortmund zieht in einer Mitteilung eine erste Bilanz des Unwetters mit dem Namen „Bernd“ und spricht von Superlativen. Das Tief habe einen Starkregen gebracht wie in 100 Jahren nicht. Fotos unserer Leser zeigen das Ausmaß.

StadtDortmund
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)
EreignisUnwetter Bernd mit Starkregen

Unwetter in Dortmund: Starkregen wütet über dem ganzen Stadtgebiet

Einzig im Jahr 2008 habe es eine ähnliche Situation gegeben. Allerdings seien damals nur wenige Stadtteile betroffen gewesen. Am Mittwoch (14. Juli) wütete „Bernd“ mit Unwetter und Starkregen über dem ganzen Stadtgebiet (alle News aus Dortmund auf RUHR24).

Die Wassermassen haben zu einer „kritischen Hochwassersituation“ geführt, wie es in einer Mitteilung der Stadt Dortmund heißt. Betroffen waren Gewässer wie der Grotenbach, Rüpingsbach, Lohbach, der Hörder Bach und die Emscher. Das sei bislang einzigartig gewesen.

Unwetter in Dortmund: „Starkregen wie in 100 Jahren nicht“ – erschreckende Bilder - Hörde.
Unwetter in Dortmund: „Starkregen wie in 100 Jahren nicht“ – erschreckende Bilder - Rüpingsbach in Barop.

Die Bilanz der Feuerwehr des Unwetters in Dortmund: 470 Einsätze (bis jetzt), 350 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Einsätze haben sich besonders auf den Osten der Stadt Dortmund konzentriert. Betroffen war auch mit dem Kreis Unna der nördliche Nachbar. Die Notfälle glichen sich – Überflutungen von Grundstücken, Erdgeschossen, Keller und städtischen Infrastrukturen wie Wegen, Straßen oder Schienen.

Unwetter in Dortmund: Emscher tritt über die Ufer und fließt in den Phoenix See

An der Uferstraße im Ortsteil Schönau habe man zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zehn Einwohnern evakuieren müssen. Die Freiwillige Feuerwehr in Persebeck habe ihr eigenes Gerätehaus vor den Fluten schützen müssen. In der Nordstadt habe man ein Heim mit beatmeten Patienten evakuiert.

Unwetter in Dortmund: „Starkregen wie in 100 Jahren nicht“ – erschreckende Bilder - Phoenix See.
Unwetter in Dortmund: „Starkregen wie in 100 Jahren nicht“ – erschreckende Bilder - Kirchlinde.

Die Emscher trat zudem über die Ufer und floss in den Phoenix See. Genau für solche Ereignisse sei der, wie es in der Mitteilung heißt, Phoenix See mit seinem Einstauvolumen ausgelegt. Es sei zudem der Wirkung der „Stauanlage Phoenix See“ zu verdanken, dass das Emscherwasser nicht in die Stadtbahn eintreten konnte.

Letztendlich habe es auch Schäden an städtischen Gebäuden und der Infrastruktur wie Sporthallen, einer Bibliothek in Scharnhorst Sportplätzen und Straßen gegeben. Die Reparaturen würden mehrere Tage dauern.

Unwetter in Dortmund: Thomas Westphal dankt den Einsatzkräften

Thomas Westphal (SPD), Dortmunds Oberbürgermeister, äußerte sich: „Der enorm starke Regen gestern war für die Dortmunderinnen und Dortmunder in vielen Stadtteilen eine große Herausforderung, für manche sogar zum zweiten Mal hintereinander.“

Ein großer Dank gehe an die Einsatzkräfte und die Menschen, die zusätzlich geholfen haben. Man sei nun mit den Gedanken bei den Menschen in Städten, die härter vom Unwetter getroffen wurden, so Thomas Westphal.

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