Auto kracht in Hauswand

Dortmund: Schwerer Unfall nach illegalem Rennen – Unbeteiligte verletzt

In Dortmund hat es nach einem illegalen Autorennen einen schweren Unfall gegeben.
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In Dortmund hat es nach einem illegalen Autorennen einen schweren Unfall gegeben.

In Dortmund hat am Samstag ein illegales Autorennen stattgefunden. Vier Menschen sind dabei schwer verletzt worden – auch eine unbeteiligte Autofahrerin.

Update, Sonntag (6. Juni), 11.25 Uhr: Dortmund – In einer Pressemitteilung informiert die Polizei jetzt über den genauen Unfallhergang von Samstagabend. Den Angaben zufolge ereignete sich der Zusammenprall der beiden Autos gegen 21.46 Uhr. Zeugen hatten kurz vor dem Unfall einen Audi (den Unfallwagen) und einen Mercedes beobachtet.

StadtDortmund
Einwohner603.167 (2020)
Fläche280,7 km2

Schwerer Unfall in Dortmund: riskantes Überholmanöver bei illegalem Autorennen

Beide Autos fuhren demnach sehr schnell über die Steinstraße in Richtung Schützenstraße. Die Polizei schreibt von einem „Kopf-an-Kopf-Rennen“. Über eine Linksabbiegerspur setzte der 22-jährige Audi-Fahrer zum Überholen an. Dabei erfasste der Dortmunder den abbiegenden Seat einer 35-jährigen Dortmunderin mit voller Wucht – sie erlitt einen Schock. Der Mercedes-Fahrer (22) aus Dortmund hatte großes Glück: Sein Wagen stieß nicht mit den beiden Autos zusammen. Er konnte den Mercedes abbremsen und blieb unverletzt.

Gegen den Audi- und den Mercedes-Fahrer ermittelt die Polizei Dortmund nun wegen des Verdachts auf Verstoß gegen Paragraf 315d des Strafgesetzbuches (illegale Autorennen). Der Gesetzgeber sieht dafür Freiheits- oder Geldstrafen vor.

Erstmeldung, Sonntag (6. Juni), 10.48 Uhr: Vor regelrechten Trümmerhaufen stand die Polizei Dortmund bei ihrem Einsatz am späten Samstagabend (5. Juni) in der Dortmunder Innenstadt. Dem vorausgegangen war ein illegales Autorennen, das in einem heftigen Unfall endete.

Dortmund: Illegales Autorennen in der Innenstadt endet in schwerem Unfall

Der schwere Unfall ereignete sich an der Kreuzung Steinstraße / Kurfürstenstraße an der Nordseite des Dortmunder Hauptbahnhofs. In diesem Bereich war der Fahrer eines Audi offenbar deutlich schneller unterwegs als erlaubt. Sein Auto prallte mit einem anderen Wagen zusammen. Der Zusammenstoß schleuderte den Audi einige Meter weiter – das Auto krachte schließlich in eine Hauswand und hinterließ ein riesiges Loch.

Video: Geldstrafen für illegales Autorennen

Die Fronten der beiden Autos wurden bei dem schweren Unfall nahezu komplett zerstört. Die Polizei Dortmund bestätigte am Sonntagmorgen (6. Juni), dass dem Unfall an der Kreuzung hinterm Hauptbahnhof ein illegales Autorennen in der Innenstadt vorangegangen war. Daran sollen den Angaben zufolge zwei Autofahrer mit ihren Wagen beteiligt gewesen sein.

Schwerer Unfall in Dortmund: Unbeteiligte Autofahrerin wird ebenfalls verletzt

In dem anderen Unfallwagen, einem grauen Seat, saß jedoch eine völlig unbeteiligte Frau. Sie wurde durch den Zusammenstoß mit dem mutmaßlich getunten Audi verletzt. Insgesamt seien laut der Polizei vier Personen zum Teil schwer verletzt worden. Darunter der Fahrer des Audi und zwei weitere Autoinsassen.

Der andere Raser, der mit seinem Auto nicht in den Unfall verwickelt war, konnte zunächst vom Unfallort flüchten. Die Polizei konnte ihn jedoch kurze Zeit später festnehmen. Die Ermittlungen laufen, gegen ihn wurde Anzeige erstattet.

Unfall nach illegalem Autorennen: Raserszene ignoriert Appell der Polizei Dortmund

Der schwere Unfall hinter dem Dortmunder Hauptbahnhof lockte am späten Abend noch viele Schaulustige an. Die Polizei sperrte den Bereich mit Absperrband ab, auch die Kreuzung wurde für die Dauer der Unfallaufnahme weiträumig gesperrt.

Raser und illegale Autorennen sind in Dortmund schon seit langem ein lästiges Thema. Nahezu jedes Wochenende führt die Polizei an bestimmten Hotspots Raserkontrollen durch – so auch am Samstagabend. Erst am vergangenen Wochenende hatte die Dortmunder Polizei sich wegen der Aufhebung der Ausgangssperre mit einem dringenden Appell an die Raserszene gewandt. Offensichtlich ohne Erfolg.

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