Lkw-Fahrer in Dortmund kann kaum auf den Beinen stehen - Zeuge nimmt Verfolgung auf

In Holzwickede kam es zu einem Überfall auf eine Tankstelle. Foto: dpa
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In Holzwickede kam es zu einem Überfall auf eine Tankstelle. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Ein Lkw-Fahrer hat in Dortmund einen Unfall verursacht und ist einfach weitergefahren. Das Opfer setzte zu einer kuriosen Verfolgungsjagd an. Hier mehr!

Unfallstelle absichern, Warnblinklicht einschalten, Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen. Diese Verhaltensregeln nach einem Unfall sind an einem Lkw-Fahrer, der am Donnerstag (26. September) in Dortmund unterwegs war, offenbar vorbeigegangen. Allerdings war der 36-jährige Mann auch nicht mehr Herr seiner Sinne.

Dortmund: Betrunkener Lkw-Fahrer verursacht Unfall und flüchtet

Gegen 23.45 Uhr war der Lkw-Fahrer in Dortmund, wo das SEK einen Drogenring zerschlagen hat, auf der Straße Im Spähenfelde in Richtung Süden unterwegs. Dort kam es zu einem eigentlich harmlosen Unfall.

Der Lkw schnitt den Wagen eines Dortmunders in Höhe der Körnebachstraße und traf ihn an der linken Seite. Statt anzuhalten setzte der Lkw-Fahrer, ein Mann aus Rumänien, seine Fahrt unbeirrt fort. Offenbar aus gutem Grund.

Autofahrer setzt zu kurioser Verfolgungsjagd an

Der betroffene Autofahrer aus Dortmund fand das offenbar gar nicht lustig und nahm die Verfolgung auf. Vor einer roten Ampel an der Kreuzung an der Hamburger Straße stieg er aus und klopfte an die Scheibe des Führerhauses.

Der Lkw-Fahrer reagierte laut Polizei "bestenfalls gleichgültig". Denn als die Ampel Grün wurde, fuhr er einfach weiter. Der Autofahrer setzte die Verfolgungsjagd fort.

Polizei Dortmund setzt schwer betrunkenen Lkw-Fahrer fest

Dieses Mal bis auf Höhe der Thomas-Goretzky-Straße, wo sich der Autofahrer vor den Lkw setzen konnte, sodass dieser anhielt. Sprechen wollte er aber weiter nicht, auch nicht mit den herbeigeeilten Beamten der Polizei Dortmund.

Die registrierten die Alkoholfahne des Lkw-Fahrers aber auch so recht schnell. Möglicherweise verriet sich der Mann auch dadurch, dass er kaum noch auf den eigenen Beinen stehen konnte.

Lkw und Führerschein sichergestellt

Entsprechend brachten die Polizisten den betrunkenen Verkehrsteilnehmer zur nächsten Wache in Dortmund und ließen eine Blutabnahme anordnen. Den Führerschein stellten sie ebenso sicher, wie den Lkw der rumänischen Spedition.