Kind wurde unter Auto eingeklemmt

Nach tödlichem Unfall eines vierjährigen Jungen in Dortmund: OB Westphal macht Versprechen

Bei einem Unfall in Dortmund ist ein vierjähriger Junge gestorben. Jetzt äußerte sich OB Thomas Westphal zu der Tragödie.
+
Bei einem Unfall in Dortmund ist ein vierjähriger Junge gestorben. Jetzt äußerte sich OB Thomas Westphal zu der Tragödie.

Bei einem tragischen Unfall in Dortmund wurde ein vierjähriger Junge von einem Auto erfasst und starb. Jetzt hat sich OB Thomas Westphal zu der Tragödie geäußert.

Dortmund – Vor einer Woche (24. Februar) hat ein tödlicher Unfall im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck die Menschen erschüttert. Beim Überqueren einer grünen Fußgängerampel erfasste ein 84-jähriger Autofahrer – für ihn zeigte die Ampel auf rot – ein kleines Kind.

Thomas Westphal Oberbürgermeister von Dortmund
ParteiSPD
Geboren22. Februar 1967 (Alter 54 Jahre) in Lübeck

Tödlicher Unfall in Dortmund: Vierjähriger Junge wird beim Überqueren einer Straße von Auto erfasst

Den Unfall an der Aplerbecker Straße in Höhe des dortigen AWO-Kindergartens überlebte der vierjährige Junge leider nicht. Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten das unter dem Wagen eingeklemmte Kind noch befreit. Der Vierjährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, dort verstarb er kurze Zeit später.

Besonders tragisch: Die Mutter des Jungen musste den Unfall mit eigenen Augen ansehen. Mit einem schweren Schock kam sie ebenfalls ins Krankenhaus. Warum der 84-jährige Mann das Kind übersehen hat, ist nach wie vor unklar. Die Polizei ermittelt zu der Unfallursache (mehr Blaulicht-News aus Dortmund auf RUHR24.de).

Kind stirbt nach Unfall in Dortmund-Aplerbeck: OB Westphal mach sich vor Ort ein Bild

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (54, SPD) hat bei einer Pressekonferenz der Stadt am Dienstag (2. März) sein tiefes Bedauern zu dem tragischen Unfall in Aplerbeck ausgedrückt. Er sprach den Angehörigen sowie den Kindern, Eltern und Erziehern der Tagesstätte, die der Vierjährige besuchte, sein Beileid aus.

Der 54-Jährige habe sich am Ort des Geschehens selber ein Bild gemacht. Man könne nicht „die eine“ bauliche Ursache an der Aplerbecker Straße finden, so Westphal in der Pressekonferenz. „Es haben sich viele unglückliche Situationen verkettet“.

„Dieser Unfall hat niemanden unberührt gelassen“: Dortmunds OB Westphal gibt Versprechen ab

Gleichzeitig gab Dortmunds Oberbürgermeister ein Versprechen ab. „Dieser Unfall hat niemanden unberührt gelassen. Wir werden alles dafür tun, dass so etwas nicht noch einmal passiert.“ Nahe der Unfallstelle sprach Westphal unter anderem mit der Einrichtungsleiterin der Kindertagesstätte sowie einem Vertreter der AWO. Es werde nicht verdrängt und vergessen, „sondern geredet und aufgearbeitet. Auch die Eltern tauschen sich untereinander aus und haben Spenden gesammelt“, so der Politiker weiter.

Des Weiteren stimme sich die Bezirksvertretung derzeit über mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Aplerbecker Straße ab.

Nach tödlichem Unfall in Dortmund-Aplerbeck: Kommission will Verkehrssicherheit verbessern

Auch die Kinderunfallkommission der Stadt Dortmund werde die Situation vor Ort umfassend bewerten. Die Kommission, die 2018 zusammen mit der Dortmunder Polizei gegründet wurde, analysiert Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern. „Ihre Mitglieder leiten anhand ihrer Analysen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ein“, heißt es vonseiten der Stadt.

Video: Bund und Länder wollen mehr Verkehrssicherheit

Der tödliche Unfall in Dortmund-Aplerbeck hat offenbar noch größere Wellen geschlagen. So kündigt Thomas Westphal außerdem an, auch für andere Straßen Konzepte zu entwickeln. „Wir werden auch an anderen Stellen schauen, wo wir den Verkehr noch sicherer gestalten können“, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Mehr zum Thema