NRW stellt Unfallatlas vor

Verkehrsunfälle in Dortmund: Hier wurden die meisten Menschen in der Stadt verletzt

Eine neue Karte zeigt die Unfallschwerpunkte für Dortmund.
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Eine neue Karte zeigt die Unfallschwerpunkte für Dortmund.

Es gab zahlreiche Unfälle 2019 in Dortmund. Eine neue Karte zeigt, wo es am meisten gekracht und wo die meisten Menschen verletzt worden sind. 

  • In Dortmund gab es 2019 mehr als 2.000 Unfälle.
  • Eine neue Karte zeigt nun die Schwerpunkte für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger.
  • Tödliche Unfälle gab es vor allem auf der Autobahn.

Dortmund – Fast jeden Tag gibt es in Dortmund einen Unfall. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 2.277, wie eine neue Karte des Statistischen Bundesamts zeigt. Dabei kristallisieren sich mehrere Schwerpunkte heraus.

Dortmund: Tödliche Unfälle passieren vor allem auf der Autobahn - Karte zeigt Schwerpunkte 2019

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2440 Menschen bei Unfällen in Dortmund verletzt, jeder zehnte davon schwer. Fünf Menschen kamen ums Leben. Der neue Unfallatlas gestattet es, die schier unüberschaubare Zahl der Unfälle nach Kreisen, Städten und sogar Straßenecken aufzuschlüsseln.

Hinter den Daten verbirgt sich zudem, ob bei einem Unfall ein Autofahrer oder Lastwagenfahrer, Fußgänger oder Radfahrer verletzt wurde und wie schwer. Enthalten sind jedoch nur Unfälle mit Verletzten, die zudem auch der Polizei gemeldet wurden.

Unfall auf der B1 in Dortmund.

Für jede Kategorie finden sich in der neuen Karte der Unfallschwerpunkte in Dortmund (hier alle Nachrichten auf RUHR24.de). Demnach gab es auf folgenden Straßenabschnitten in Dortmund 2019 besonders viele (47 bis 117) Unfälle, an denen Autos beteiligt waren:

  • B54 (zwischen Nordstadt und Eving)
  • B1 (zwischen Gartenstadt und Dorstfeld)

Auf der B54 gab es zudem die meisten Unfälle mit Verletzten. Lastwagenfahrer waren zumeist ebenfalls in Verkehrsunfälle auf dem genannten Abschnitt der B1 verwickelt. Für sie gibt es in Dortmund sonst aber laut der Karte keine echten Unfallschwerpunkte.

Dortmund: Unfälle mit Radfahrern - das sind die Schwerpunkte 2019

Unfälle mit Radfahrern sind für Dortmund ebenfalls erfasst, allerdings deutlich kleinteiliger. Hier sind diese Straßen als Schwerpunkte für Unfälle (4 bis 15 Stück) aufgeführt:

  • Unionstraße (Ecke Übelgönne)
  • Hohe Straße (Höhe Klinikum Mitte)
In Dortmund gibt es auch Hotspots für Fahrradunfälle.

Immer wieder sind auch Fußgänger in Unfälle verwickelt. Insgesamt ist diese Zahl jedoch vergleichsweise gering (jeweils 3 bis 8). Die Schwerpunkte liegen dabei insbesondere am Wall sowie im Osten der Stadt:

  • Königswall
  • Burgwall
  • Schwanenwall
  • Körner Hellweg (Körne, Zehnthof)
  • Brackeler Hellweg (Brackel Kirche)
  • Stockumer Straße (Barop Parkhaus)
  • Hörder Bahnhofsstraße (Hörde)

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Tödliche Unfälle in Dortmund passieren hauptsächlich auf der A2

Tödliche Unfälle gab es in Dortmund 2019 fast ausschließlich auf den Autobahnen. Dabei fällt ein Ort auf der A2 besonders ins Auge: Auf Höhe Brechten am Kreuz Dortmund-Nordost verloren mehrere Menschen bei zwei Unfällen ihr Leben - und das fast an derselben Stelle.

Nur eine Person wurde im vergangenen Jahr innerhalb des Stadtgebiets bei einem schlimmen Unfall auf der Brackeler Straße in Dortmund getötet. Alle anderen Unfälle gingen dort laut der Statistik des Landes glimpflicher aus. Tödliche Fahrradunfälle gab es demnach im vergangenen Jahr keine in Dortmund.

Wer schauen möchte, ob und wo sich in seiner Nachbarschaft oder auf dem Weg zur Arbeit Unfallschwerpunkte in Dortmund oder angrenzenden Städten befinden, der kann diese Karte des Landes NRW nutzen. Mit Hinblick auf die Kommunalwahl haben einige Parteien Ideen, wie man die Verkehrssituation in Dortmund verbessern könnte.