Verrückte Verfolgungsjagd

Pechsträhne bei Supermarkt-Überfall mit Axt: Räuber ahnt nicht, wer an der Kasse steht

Polizeibeamter in Freizeit meldet versuchten Raubüberfall und verfolgt den Tatverdächtigen
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Polizeibeamter in Freizeit meldet versuchten Raubüberfall und verfolgt den Tatverdächtigen

Er wollte einen Discounter in Dortmund überfallen, doch dabei hatte ein 47-jähriger Mann aus Gelsenkirchen doppelt Pech. Es kam zur Verfolgungsjagd.

  • Ein Mann hat versucht, in Dortmund einen Discounter zu überfallen.
  • An der Kasse wurde er aber überrascht.
  • Das war nicht der einzige Schock für den Kriminellen. 

Dortmund - Mitleid mit einem Räuber zu haben, geht eigentlich gar nicht. Doch wer die Geschichte eines 47-jährigen Mannes aus Gelsenkirchen hört, der am Wochenende einen Discounter in Dortmund überfallen wollte, der könnte unter Umständen ein bisschen Mitgefühl bekommen.

Mann will Supermarkt in Dortmund mit Axt überfallen

Denn der Kriminelle, der am Samstag (14. Dezember) einen Discounter an der Hagener Straße im Süden von Dortmund überfallen wollte, hatte gleich doppelt Pech, wie sich später herausstellen sollte. Am Ende klickten die Handschellen.

Was war passiert? Gegen 12.50 Uhr hatte der 47-jährige Mann aus Gelsenkirchen mit einer Axt bewaffnet und maskiert besagten Discounter in Dortmund betreten und die Herausgabe des Geldes gefordert. Pech für ihn: An der Kasse stand niemand geringeres als ein Polizist. Allerdings war dieser nicht als Ordnungshüter zu erkennen. Er war gerade privat beim Discounter, kaufte ein.

Dortmund: Polizist will privat einkaufen

Doch aus dem Einkaufsbummel wurde nichts. Der Polizist gab sich kurzerhand als solcher zu erkennen und verblüffte nicht nur den Räuber, sondern offenbar auch den Rest der Kunden in der Discounter-Filiale. Kurzerhand sprang der Kriminelle auf ein Fahrrad und versuchte zu flüchten.

Zeitgleich, so heißt es in einer Mitteilung der Polizei Dortmund, nahm der zunächst unerkannt einkaufende Polizist die Verfolgung auf, wählte gleichzeitig den Notruf. "Mit seinen Standortmeldungen lotste er uniformierte Polizeibeamte in Richtung des Tatverdächtigen, der zur Haltestelle Rombergpark geradelt war", berichtet die Polizei.

Dortmund: Räuber bekommt Schock - zweiter Polizist verfolgt ihn

Dann der zweite Schock für den Kriminellen aus Gelsenkirchen: Wie es der Zufall so wollte, wurde ein weiterer Polizist - ebenfalls privat unterwegs - auf den Räuber aufmerksam. Auch er reagierte geistesgegenwärtig und nahm die Verfolgung, gemeinsam mit seinem Polizeikollegen, auf.

Am Ende dann vermeldeten die beiden in ihrer Freizeit agierenden Beamten zusammen mit uniformierten Polizisten einen Erfolg. An der Haltestelle am Rombergpark klickten die Handschellen. Am Bahnsteig nahmen die Beamten den Mann fest.

Die Axt, die Maske das Fahrrad und einen Jutebeutel stellten die Beamten sicher. Bei dem Mann handelt es sich um einen 47-jährigen Gelsenkirchener, den die Beamten anschließend in das Polizeigewahrsam transportierten. Die Ermittlungen dauern an.

Plötzlich privat agierenden Polizisten hat es in Dortmund bereits gegeben. Ein 32-jähriger Beamter hatte im vergangenen Jahr zum Beispiel dafür gesorgt, dass ein gestohlener Roller entdeckt wurde.

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