Suche nach Tätern

Nach zahlreichen brutalen Überfällen in Dortmund: Polizei führt 17-Jährigen dem Richter vor

Bahnsteig am Bahnhof in Aplerbeck
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Nach mehreren Straftaten in Dortmund-Aplerbeck nimmt die Polizei Intensivtäter ins Visier.

Im Oktober hat es in Dortmund mehrere brutale Angriffe gegeben. Einen Tatverdächtigen hat die Polizei nun einem Richter vorgeführt.

Update, Freitag (26. Oktober), 22.17 Uhr: Dortmund - Nach den brutalen Überfällen im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck hat die Dortmunder Polizei neue Erkenntnisse zu den Tatverdächtigen.

StadtteilAplerbeck
Fläche24.980 km²
Einwohner55.744

Mehrere brutale Überfälle in Dortmund-Aplerbeck: Jugendlicher dem Richter vorgeführt

Ermittlungen konnten jetzt unter anderem einen dringenden Tatverdacht bei einem 17-jährigen Jugendlichen aus Dortmund festmachen. Er steht im Verdacht an drei Raubstraftaten und einem Diebstahl beteiligt zu sein, berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er am Freitag dem zuständigen Richter vorgeführt. Dieser ordnete antragsgemäß die Unterbringung in einer Jugendhilfeeinrichtung an.

Mehrere brutale Überfälle in Dortmund-Aplerbeck

Erstmeldung, Donnerstag (15. Oktober): Die Polizei in Dortmund ist alarmiert! Innerhalb weniger Tage hat es im Stadtteil Aplerbeck mehrere heftige Attacken auf Jugendliche sowie auf einen 72-jährigen Mann gegeben. Der Senior wurde am Freitag (9. Oktober) von einer Gruppe von Männern auf einem Bahnsteig am Aplerbecker Bahnhof mit einer Holzlatte niedergeschlagen und schwer verletzt.

Nach Angriff auf Senior in Dortmund-Aplerbeck: Jugendlicher ebenfalls mit Holzlatte attackiert

Doch das ist nicht die einzige heftige Tat, die den Stadtteil im Südosten von Dortmund derzeit beschäftigt. Drei 15, 16 und 17 Jahre alte Jugendliche stehen außerdem im Verdacht, am Mittwoch (14. Oktober) gegen 19.35 Uhr in der Emschergasse einen 15-jährigen Jungen zu Boden geschlagen und ausgeraubt zu haben.

Dabei verletzten sie ihn im Gesicht. Auffällig: Auch in diesem Fall nutzten die Täter eine Holzlatte. Das Opfer will des Weiteren ein Messer gesehen haben. Einer der Täter bedrohte den 15-Jährigen zusätzlich. Die Unbekannten erbeuteten bei dem Angriff eine Jacke und ein Smartphone.

Weitere brutale Überfälle in Aplerbeck beschäftigen die Polizei Dortmund

Unter Tatverdacht stehen der laut den Angaben der Polizei bereits bekannte Intensivtäter, die in Dortmund und Unna wohnen. Sie wurden nach der Tat ermittelt. „Streifenteams konnten zwei von drei Tatverdächtigen nach kurzer Flucht stellen“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Polizei führte Gefährderansprachen durch und übergab die Jugendlichen den Eltern. Bei den Ermittlungen geht es um schweren Raub, gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung.

Eine weitere Straftat in Aplerbeck sorgt bei den Polizeibeamten jedoch für weitere Arbeit: Denn ebenfalls am Mittwoch sollen zwei noch unbekannte junge Männer gegen 17 Uhr auf einem Schulhof an der Schweizer Allee einen 20-Jährigen dazu aufgefordert haben, ihnen einen Euro zu geben.

An dem Bahnhof in Dortmund-Aplerbeck wurde ein Mann brutal mit einer Holzlatte niedergeschlagen.

Brutale Überfälle in Dortmund-Aplerbeck: Zusammenhang zwischen den Straftaten?

Dabei sollen sie ihn angegriffen haben. Das Opfer sei jedoch einfach weitergegangen und verständigte die Polizei. Daraufhin sprühten die Unbekannten dem jungen Mann Pfefferspray ins Gesicht und flüchteten.

Die Polizei Dortmund prüft nun, ob es zwischen den drei Fällen aus Aplerbeck Zusammenhänge gibt. Hierzu haben die Ermittler außerdem eine Personenbeschreibung veröffentlicht. Zeugen, die eine der Taten beobachtet haben, können ihre Hinweise an die Kriminalwache unter der Telefonnummer 0231/132 7441 abgeben.

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  • Täter 1: 16 oder 17 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, chwarze lockige Haare, Oberlippenbart mit Dreitagebart, schwarze Adidas-Jogginghose.
  • Täter 2: 16 bis 18 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, dunkle Hautfarbe, grau bekleidet.

Aufgrund der Überfälle hat die Dortmunder Polizei außerdem angekündigt, im Aplerbecker Zentrum verstärkt im Einsatz zu sein. Die Beamten wollen so mehr Präsenz zeigen. Ziel sei es, weitere Straftaten zu verhindern und für die Bürger vor Ort ansprechbar zu sein.