Drei Monate war es dunkel

Dortmund: Neue LED-Bilder leuchten am U-Turm – bunte Motive haben wichtige Botschaft

Die „Fliegenden Bilder“ am Dortmunder U wurden erneuert.
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Die „Fliegenden Bilder“ am Dortmunder U wurden erneuert. Jetzt leuchten sie wieder.

Lange blieb der U-Turm in Dortmund dunkel. Jetzt leuchten neue „Fliegende Bilder“. Die LED-Installationen am Dortmunder U haben eine wichtige Botschaft.

Dortmund - Wer in diesem Jahr einen Blick nach oben zum Dortmunder U geworfen hat, dem wird aufgefallen sein, dass dort keine „Fliegenden Bilder“ leuchten. Kein Wunder, denn die Lichtinstallation am U-Turm war abgestellt. Grund dafür war eine umfassende Instandsetzung.

WahrzeichenDortmunder U / U-Turm
Baubeginn1926
Erfinder der Fliegenden BilderAdolf Winkelmann

„Fliegende Bilder“ am Dortmunder U waren lange aus - große Erneuerung stand auf dem Programm

Seit Ende November vergangenen Jahres stand am U-Turm in Dortmund die große Erneuerung auf dem Programm. Drei Monate lang wurden die rund 6.000 LEDs des Künstlers und „Fliegende Bilder“-Erfinders Adolf Winkelmann auf der Dachkrone des Wahrzeichens erneuert.

Und das war offenbar bitter nötig. Bereits im Jahr 2018 warnte Winkelmann davor, dass die bunten Bilder am Dortmunder U aufgrund von streikender Technik komplett ausfallen könnten. Immerhin leuchteten die Videowände seit ihrer Installation in 2010 nahezu durchgehend. Die Stadt handelte - und ließ die Lamellen der „Fliegenden Bilder“ nun für rund 2,6 Millionen Euro instandsetzen.

„Die Technik erhielt ein Upgrade, sodass die optische Darstellung der ‚Fliegenden Bilder‘, die Langlebigkeit und die Energieeffizienz deutlich verbessert werden“, heißt es vonseiten der Stadt.

U-Turm in Dortmund leuchtet wieder: Videowände haben eine wichtige Botschaft

Seit Montag (1. März) erstrahlt der U-Turm am Westentor endlich wieder in voller Pracht. Laut den Angaben der Stadt konnten die Lamellen erfolgreich ausgetauscht werden. Das ist allerdings nicht die einzige Neuerung. Denn für seine beliebte Kunst-Installation hat sich Adolf Winkelmann auch neue Motive ausgedacht.

„Der Turm hat die Zeit der erzwungenen Ruhepause genutzt, um Fremdsprachen zu lernen“, so Winkelmann. Was kurios klingt, hat jedoch einen wichtigen Hintergrund. So bitten die „Fliegenden Bilder“ am Dortmunder U nun in mehreren Sprachen darum, Abstand zu halten.

Die „Fliegenden Bilder“ am Dortmunder U wurden erneuert. Jetzt leuchten sie wieder.

Der Zusammenhang dieses Appells liegt auf der Hand: Die Corona-Krise ist auch in Dortmund derzeit noch allgegenwärtig (mehr Corona-News aus Dortmund auf RUHR24.de). Die Einhaltung der Hygienevorschriften sowie der Abstandsregeln ist auch nach einem Jahr Pandemie unumgänglich.

Dortmunder U: „Fliegende Bilder“ leuchten jetzt wieder in hellen Farben

Die Hinweise der Kunst-Installation auf der Dachkrone des U-Turms sind dabei kaum zu übersehen. Der Appell „Bitte Abstand halten“ erscheint jetzt mehrsprachig auf gelben Hinweisschildern, die sich einander nähern und gegenseitig abstoßen. Untermalt werden sie von abstrakten und bunten Farb-Spiralen.

„Wir haben wesentliche Teile der Computertechnik erneuert, aber das ganz sollte heute so aussehen wie am ersten Tag. Die Anlage ist sehr solide gebaut. Die ‚Fliegenden Bilder‘ sind etwas heller geworden, aber es hält sich im Rahmen“, sagt Winkelmann.

U-Turm in Dortmund bekommt Upgrade: Künstler nimmt Neuerungen vor

Aber nicht nur die „Fliegenden Bilder“ haben einen neuen Anstrich bekommen. Auch im direkten Eingangsbereich des Dortmunder U tut sich etwas: „Ich hatte die Idee, die Ruhrpanoramen wiederzubeleben, und zwar im Windfang. Das hätte den Vorteil, dass man die Bilder schon vom Ostwall aus sehen kann“, erklärt der Künstler. Er könne so auch eine Korrespondenz zwischen den Ruhrpanoramen und den Fliegenden Bildern herstellen.

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