Dortmunder U

Dortmund: U-Turm-Lichter erloschen - warum die „fliegenden Bilder“ nicht mehr zu sehen sind

Der U-Turm in Dortmund - auch Dortmunder U genannt.
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Der U-Turm in Dortmund - auch Dortmunder U genannt.

Der U-Turm ändert sein Aussehen - und macht die Videowände auf seinem Turm aus. Wir verraten, was mit den „fliegenden Bildern“ am Dortmunder U passiert.

Dortmund - Es ist zusammen mit dem Florianturm und dem Westfalenstadion das wohl bekannteste Wahrzeichen von Dortmund: der U-Turm im Herzen der Innenstadt. Doch was viele Dortmunder - und auch Auswärtige - jahrelang bestaunen durften, ist ab heute (23. November) (vorerst) vorbei. Die Videowände auf dem Turm des Dortmunder U werden ausgeschaltet.

NameDortmunder U / U-Turm
Baubeginn1926
Erschaffer der Fliegenden BilderAdolf Winkelmann

U-Turm Dortmund: „Fliegende Bilder“ und kaputte Videowände werden erneuert

Doch es gibt Grund zum Aufatmen. Die Maßnahme gilt nicht auf ewig, sondern ist nur für einen Zeitraum bis zum Ende des Jahres 2020 geplant. Grund ist die Instandsetzung der „fliegenden Bilder“ und deren Videowänden.

Damit reagiert die Stadt Dortmund auf den Hilferuf des Künstlers Adolf Winkelmann, der der Erfinder der Videowände ist. Im Oktober 2018 hatte er Alarm geschlagen und davor gewarnt, das Kunstwerk könne eines Tages komplett ausfallen. Winkelmann berichtete von täglichen Defekten und von drastischen Problemen mit der Technik.

Dortmunder U: Stadt investiert 2,6 Millionen Euro in Instandsetzung der kaputten Videowände

Seit ihrer Installation in 2010 leuchten die LED-Wände nahezu durchgehend. Die Installation ist daher in die Jahre gekommen, viele Stellen sind teils beschädigt. 1,2 Millionen LEDs gilt es nun aufzupäppeln. Die Stadt Dortmund nimmt dafür 2,6 Millionen Euro in die Hand.

Adolf Winkelmann ist Erschaffer der „fliegenden Bilder“ am Dortmunder U-Turm.

Mit dem Geld werden ab heute (23. November) rund 6.000 LED-Lamellen in der Dachkrone sowie die dazugehörigen Steuermodule ausgetauscht. Auch die Technik wird aufgepeppt. Sie bekommt ein Upgrade.

U-Turm: „Fliegende Bilder“ bleiben bis Ende 2020 ausgeschaltet

Die Stadt erhofft sich durch die Maßnahme am U-Turm, dass die optische Darstellung der „fliegenden Bilder“, die Langlebigkeit und die Energieeffizienz deutlich verbessert werden.

Die Arbeiten sollen zunächst bis zum Ende des Jahres 2020 dauern. Dazu müssen die Videowände komplett ausgeschaltet werden. „Ein Austausch im laufenden Betrieb ist nicht möglich“, heißt es dazu von der Stadt Dortmund.

„Fliegende Bilder“ am Dortmunder U sind im Februar 2021 nochmal aus

Doch damit nicht genug. Im Februar 2021 sollen die „fliegenden Bilder“ noch einmal für mehrere Wochen ausgeschaltet werden. Grund dafür ist, dass dann eine neue Zuspieltechnik installiert wird, die noch beschafft werden muss.