Staatsanwaltschaft äußert sich

Dortmunder Fußballer nach See-Besuch tot – Obduktion liefert Todesursache

Ein junger Fußballspieler aus Dortmund ist nach dem Besuch eines Badesees bei Köln gestorben. Jetzt steht die Todesursache fest.

Update, Freitag (24. Juni), 8.50 Uhr: Dortmund – Fünf Tage nach dem Tod des jungen Fußballers Mamadou Sylla (18) aus Dortmund in einem Badesee in Hürth bei Köln steht nach einer ersten Obduktion die vorläufige Todesursache fest. Demnach sei der junge Mann ertrunken, erklärte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln, dem Kölner Stadtanzeiger.

Warum Mamadou Sylla im Otto-Maigler-See ertrunken ist, sei allerdings noch nicht geklärt. Die Polizei Köln gehe nicht von einem Fremdverschulden aus. Sylla war eine Stunde, nachdem er von der Wasseroberfläche verschwunden war, in sechs Metern Tiefe von der Polizei gefunden worden. Unter Reanimation wurde der Fußballer des FC Brünninghausen dann in die Kölner Uniklinik gebracht, wo er an seinen Verletzungen verstarb.

Wie der Kölner Stadtanzeiger unter Berufung auf die Kölner Staatsanwaltschaft berichtet, seien auch chemisch-toxikologische Untersuchungen in Auftrag gegeben worden, bislang ohne Ergebnis. Berichten, wonach Sylla einen Krampf erlitten habe und dann ertrunken sei, konnte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen.

Mamadou Sylla tot: Fußballer des FC Brünninghausen aus Dortmund stirbt nach Unfall in Otto-Maigler-See

Update, Mittwoch (22. Juni), 15.12 Uhr: Dortmund – Nachdem sich die Polizei im Rhein-Erft-Kreis zur Todesursache des Dortmunder Fußballers Mamadou Sylla (siehe Update von 14.42 Uhr) gegenüber RUHR24 geäußert hat, nimmt nun auch die ermittelnde Polizei in Köln Stellung. Gegenüber unserer Redaktion sagte ein Sprecher, dass es noch kein Obduktionsergebnis gäbe. Es sei aber sicher, dass der Dortmunder Fußballer gestorben sei, weil er zu lange unter Wasser gewesen sei – aus welchem Grund auch immer. Als Todesursache könne man äußere Verletzungen definitiv ausschließen. Ob bei Sylla ein internistischer Notfall vorgelegen hat, konnte die Polizei Köln nicht bestätigen.

Dortmund: Fußballer Mamadou Sylla vom FC Brünninghausen stirbt nach Besuch von See in Hürth

Update, Mittwoch (22. Juni), 14.42 Uhr: Dortmund – Jetzt hat sich die Polizei im Rhein-Erft-Kreis zum Tod des Dortmunder Jugendfußballers Mamadou Sylla (18) geäußert. Auf die Frage von RUHR24, an welchen „erheblichen Verletzungen“ der Dortmunder gestorben sei, antwortete ein Sprecher: „Es handelte sich nach erster Einschätzungen um typische Verletzungen, die während eines Badeunfalls entstehen.“

Erstmeldung, Mittwoch (22. Juni), 10.54 Uhr: Dortmund – Im Dortmunder Jugendfußball herrscht derzeit Entsetzen über eine Todesnachricht vom FC Brünninghausen. Der Verein gab am Dienstag (21. Juni) bekannt, dass der U19-Spieler Mamadou Sylla (18) am vergangenen Wochenende bei einem Badeunfall ums Leben gekommen ist.

UnfallortHürth (Rhein-Erft-Kreis)
SeeOtto-Maigler-See
Datum18. Juni (Samstag)

Dortmunder Fußballer stirbt bei Badeunfall in Otto-Maigler-See in Hürth bei Köln

Wie die Polizei den Ruhr Nachrichten in Dortmund bestätigte, sei Sylla nach einem Badeunfall im Otto-Maigler-See gestorben. Der See, der einst eine Baugrube aus dem Braunkohleabbau war, befindet sich in Hürth vor den Toren Kölns.

Der Otto-Maigler-See in Hürth bei Köln hat eine offizielle Badestelle. Ein Dortmunder ist dort ums Leben gekommen.

Wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei im Rhein-Erft-Kreis bekannt gaben, sei der Dortmunder Mamadou Sylla am Samstag (18. Juni) aus dem Otto-Maigler-See gerettet und unter Reanimation in die Kölner Uniklinik gebracht worden.

Polizei Köln geht nach Tod von Dortmunder Fußballer von „tragischem Badeunfall“ aus

„Dort erlag er trotz intensivmedizinischer Betreuung noch am Nachmittag seinen erheblichen Verletzungen“, so Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Stellungnahme. Laut Ermittler gäbe es aktuell keinen Hinweis auf Fremdverschulden. Man gehe von einem „tragischen Badeunfall“ aus.

Zeugen hatten nach ersten Ermittlungen gegen 15.30 Uhr beobachtet, wie der 18-Jährige aus Dortmund im Wasser des offiziellen Strandbades am Otto-Maigler-See unterging und nicht mehr auftauchte. Eine Stunde später habe die Feuerwehr den leblosen Mamadou Sylla im Wasser gefunden.

FC Brünninghausen aus Dortmund trauert um toten Fußballer Mamadou Sylla

Badegäste am See verließen in der Folge – offenbar schockiert vom Vorfall – das Strandbad. Indes herrscht in Dortmund beim FC Brünninghausen tiefe Trauer nach der schockierenden Meldung. „Wir verlieren einen lieben und herzlichen Menschen. Mamadou, du bist viel zu früh von uns gegangen“, heißt es auf den Social-Media-Kanälen des Vereins.

Rubriklistenbild: © Sommer/Imago; FC Brünninghausen/Instagram; Collage: RUHR24

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