Nach mehreren Skandalen

Dortmund soll Vorreiterin beim Tierschutz werden – Parteien wagen Vorstoß

Nach mehreren Tierqual-Skandalen wollen CDU und Grüne in Dortmund handeln. Mit diesem Vorstoß wäre die Stadt in Sachen Tierschutz Vorreiterin.

Dortmund – Mit diesem Vorstoß wollen die Fraktionen der Grünen und der CDU neue Wege gehen. Die Stadt Dortmund* soll eine neue Position bekommen, wie RUHR24* verrät. Ein oder eine kommunale Tierschutzbeauftragte soll sich bald um den Schutz von Hund, Katze, Schaf und Co. kümmern.

StadtDortmund
ParteienDie Grünen, CDU
EreignisAntrag auf einen kommunalen Tierschutzbeauftragten

Dortmund: Grüne und CDU schlagen neue Wege in Sachen Tierschutz vor

Aus einem Schreiben, das RUHR24 vorliegt, geht hervor, dass die Grünen und die CDU die Einrichtung einer etwaigen Stelle beantragen. Am 9. November 2021 will der Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden (auch zuständig für das Veterinäramt) über den Antrag beraten.

Doch um was genau soll sich ein oder eine zukünftige Tierschutzbeauftragte kümmern? Die Aufgaben, so geht es aus dem CDU/Grüne-Schreiben hervor, sollen Projekte und Konzepte für besseren Tierschutz in Dortmund beinhalten. Es soll sich zudem nicht nur um Heim- und Haustiere, sondern auch um Nutz-, Zirkus- und Zootiere sowie Streunerkatzen und Tierversuche gekümmert werden.

Der oder die Tierschutzbeauftragte soll Ansprechpartnerin für die Menschen in Dortmund oder für Tierschutzorganisationen sein. Es soll zudem Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden, um das Thema Tierschutz weiter in den Fokus zu rücken (mehr News aus Dortmund* bei RUHR24).

Dortmund: Neue Wege beim Tierschutz – neue Stelle soll im November diskutiert werden

Lisa Denzel (Grüne) und Uwe Wallrabe (CDU), Mitglieder des Rates der Stadt Dortmund, lassen sich in der Mitteilung unisono zitieren: „Als erste Stadt in NRW* führen wir diese Position ein. Wir freuen uns, dass mit unserer Initiative nun die Möglichkeit besteht, den kommunalen Tierschutz in Dortmund zu stärken.“

Der oder die Tierschutzbeauftragte werde durch Bildungsarbeit auch an Schulen und Kindergärten einen nachhaltigen Beitrag für den Tierschutz in Dortmund leisten.

Dortmund: In der Vergangenheit gab es schlimme Verstöße gegen das Tierwohl

Leider muss man lediglich einen Blick auf die Website der Dortmunder Tierschutzorganisation Arche90 werfen, um zu sehen, dass es zahlreiche Verstöße gegen den Tierschutz gibt und gegeben hat.

Trauriger Höhepunkt des Jahres 2021 waren wohl die toten und halb erfrorenen Schafe in den Dortmunder Stadtteilen Oestrich und Deusenberg*.

Aus Sicht der Fraktionen der Grünen und CDU braucht es mit der Stelle eines oder einer Tierschutzbeauftragten Initiativen, um weitere Schritte in Richtung besseren Tierschutz zu gehen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa, Christophe Gateau/dpa; Collage: RUHR24

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