Verwahrlosung im Zuchtbetrieb

Dortmund: 50 Tiere leiden unter schlimmer Tierquälerei – "Starb in unseren Armen"

In Dortmund hat der Tierschutzverein Arche 90 über fünfzig Tiere aus einem Zuchtbetrieb gerettet.
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In Dortmund hat der Tierschutzverein Arche 90 über fünfzig Tiere aus einem Zuchtbetrieb gerettet.

In Dortmund sorgt erneut ein Fall von grausamer Tierquälerei für Aufsehen. 50 Tiere mussten gerettet werden. Für einen Hund kam jede Hilfe zu spät.

Dortmund – In Dortmund ist es erneut zu einem schlimmen Fall von Tierquälerei gekommen. Dabei ging es den Tieren so schlecht, dass eines sogar eingeschläfert werden musste.

Dortmund: Tierschützer befreien Tiere aus Zuchtanlage im Stadtteil Brechten

Immer wieder machen Tierschützer in Dortmund erschreckende Entdeckungen. So auch in diesem Fall, den die Tierschutzorganisation Arche 90 am Samstag (12. September) öffentlich gemacht haben (mehr Nachrichten aus Dortmund auf Ruhr24.de).

Diese haben über fünfzig Tiere aus einer ehemaligen Zuchtanlage in Dortmund-Brechten befreit. Die fünf Rauhaardackel, ein Mischlingshund, die 20 bis 30 Ziertauben, die zehn bis 20 Kaninchen und eine unbekannte Anzahl an Wachteln, sind insgesamt alle in einem sehr verwahrlosten Zustand.

Tierschutzorganisation Arche 90 rettet über 50 Tiere aus Zuchtbetrieb in Dortmund-Brechten

Der Hinweis auf die fragwürdige Zuchtanlage in Dortmund, die von älteren Menschen geführt worden ist, kam durch eine Nachricht auf dem Info-Telefon der Organisation. Die Zustände vor Ort schockten nicht nur die Tierschützer, sondern auch die Beamten der Polizei, die ebenfalls dabei waren.

Am schlimmsten getroffen hat es ein Rauhaardackel-Weibchen. "Ihr Fell war schwarz vor lauter Flohkot, man konnte die Haut kaum noch erkennen. Außerdem klaffte ein großes Loch im Zahnfleisch der Hündin. Unser Team brachte die Hündin in eine Tierklinik nach Ahlen", erklärt Arche 90 auf ihrer Internetseite

Nach Verwahrlosung in Dortmund: Jede Hilfe für Rauhaardackel-Hündin zu spät

Doch für die kleine Hündin kam jede Hilfe zu spät und so konnten die Ärzte vor Ort das misshandelte Tier nur noch erlösen. In der Wunde im Zahnfleisch hatten sich bereits Maden eingenistet, die Gänge bis zum Gehirn gegraben haben.

Doch zumindest bei dem letzten Schritt hat die Hündin noch ein wenig Liebe bekommen, wie es heißt: "Die Hündin starb in den Armen unseres Teams, auf diese Weise war sie zumindest auf ihrem letzten Weg nicht allein."

Nach Befreiung der Tiere in Dortmund-Brechten: Arche 90 sucht nach Pflegestellen

Für die restlichen befreiten Tiere gibt es allerdings noch eine Chance, weshalb die Organisation nun händeringend nach Pflegestellen sucht – allein können sie die Betreuung der vielen Tiere nicht stemmen.

Wer Arche 90 helfen möchte oder ein Tier bei sich aufnehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0231/875397 melden.

Tierquälerei in Dortmund-Dorstfeld: Hund Buddy mit offener Wunde entdeckt

Zuletzt kümmerte sich Arche 90 unter anderem um den kleinen Hund Buddy. Dieser wurde Mitte August aus einer verwahrlosten Wohnung aus Dortmund-Dorstfeld gerettet.

Eine rund 15 Zentimeter große Wunde an der Seite des Hundes stellte sich wenig später als einen großen Haarfolikel-Tumor heraus. Dieser sei mittlerweile operiert worden und Buddy sei bereits auf den Weg der Besserung. 

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