Nach Invasion von Russland

Dortmund will Ukraine-Flüchtlinge aufnehmen – Westphal hat erste Pläne

Dortmund bereitet sich auf eine mögliche Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor.

Dortmund – Russland hat die Ukraine am Donnerstag (24. Februar) an mehreren Stellen angegriffen. Bodengruppen dringen in das Land ein und sogar Luftangriffe werden gemeldet. Die humanitäre Läge im Land hat sich in den vergangenen Tagen drastisch verschärft. In Dortmund bereitet man sich deshalb auf eine mögliche Aufnahme von Flüchtlingen vor.

KonfliktRussische Militäraktion gegen die Ukraine
Starttdatum20. Februar 2014
Eskalation24. Februar 2022
Endeandauernd

Krieg zwischen der Ukraine und Russland: Menschen verlassen nach Invasion Russlands das Land

Binnen kürzester Zeit hat sich das Leben von Millionen Menschen in der Ukraine drastisch verändert. Nach der Invasion russischer Soldaten am 24. Februar sind die Bürger nicht mehr sicher. Die Regierung hatte bereits einen Tag zuvor vorsorglich einen landesweiten, einen Monat andauernden Notstand verhängt.

Mittlerweile versuchen tausende Menschen, das Land zu verlassen. Die Tankstellen sind überfüllt, die Straßen mit Autos verstopft. Dass sich die Bürger und Bürgerinnen aus der Ukraine auf in Richtung Westen machen könnten, ist nicht ausgeschlossen. Immerhin wären sie dort im Gegensatz zu ihrem Heimatland erst einmal sicher.

Dortmund bereitet sich auf Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor

In Dortmund bereite man sich trotz der aktuell noch unklaren Situation auf eine mögliche Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor, bestätigte Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) am Freitag (25. Februar) in einem Interview mit Radio 91.2.

Um die Menschen aus dem Osten aufnehmen zu können, müssten die festen Unterkünfte aus der Flüchtlingswelle 2015 reaktiviert werden, so Westphal weiter. Genaue Pläne hinsichtlich einer möglichen Öffnung dieser Unterkünfte gebe es aber noch nicht. Immerhin sei die Lage noch komplett übersichtlich (mehr Nachrichten aus Dortmund auf RUHR24).

Familien mit ihren Kindern versuchen aktuell, die Ukraine zu verlassen.

Flüchtlinge aus der Ukraine in Dortmund: Oberbürgermeister Thomas Westphal äußert Pläne

Falls sich an der Flüchtlingssituation etwas ändern sollte, würde die Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen aus der Ukraine nach demselben Verfahren ablaufen wie 2015:

Die Bundesregierung nimmt die Flüchtlinge auf, weist die auf die einzelnen Länder zu nach dem bekannten Verfahren – Königsteiner Schlüssel Stichwort. Wie viele Menschen wohin? Das wird alles stattfinden müssen und dann sind wir aber vorbereitet für diesen Augenblick.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) gegenüber Radio 91.2

100.000 Menschen haben die Ukraine laut Schätzungen der UN bereits verlassen

Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zufolge, hätten bereits rund 100.000 Menschen die Ukraine nach der Invasion Russlands verlassen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, dass mit allen östlichen EU-Ländern ein „Notfallplan“ erarbeitet worden wäre. „Wir hoffen, dass es so wenige Flüchtlinge wie möglich sind, aber wir sind umfassend vorbereitet“, so von der Leyen.

Deutsche Bundesländer wie Berlin und Niedersachsen haben sich ebenfalls zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine bereit erklärt.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/DPA

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