Kampf gegen die Raserszene: Südwall in Dortmund bekommt neuen Mega-Blitzer

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Südwall in Dortmund. Foto: Daniele Guistolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Der Südwall in der Innenstadt von Dortmund bekommt einen neuen Mega-Blitzer. Er kann nicht nur Geschwindigkeiten, sondern auch Rorlicht-Verstöße messen.

Erst wurde hin und her diskutiert, doch jetzt ist es amtlich: Der Südwall in Dortmund bekommt einen Blitzer. Ausschlaggebend für den neuen Standort war ein Unfall.

  • Am Wall in Dortmund kommt es immer wieder zu gefährlichen Rasereien.
  • Deshalb soll nun ein zweiter spezieller Blitzer entstehen.
  • Zusätzlich plant die Stadt Dortmund eine weitere Maßnahme.

Anfang des Jahres bekam der Wall in der Dortmunder Innenstadt seinen ersten Blitzer. Nach einer Woche zog die Stadt eine heftige Bilanz: 800 Geschwindigkeitsverstöße in 7 Tagen. Und teilte gleichzeitig mit, dass noch zwei weitere Blitzer folgen sollen. Einer von ihnen wird jetzt realisiert. Unter hohem Kostenaufwand.

Dabei soll der neue Blitzer nicht nur Geschwindigkeiten, sondern auch Rotlicht-Verstöße messen.

Erst vor kurzem wurde in Dortmund ein Raser zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe sowie lebenslangem Fahrverbot verurteilt.

Blitzer am Südwall ist eigentlich eine Kombi-Anlage

Wie die Stadt mitteilt, hat der Verwaltungsvorstand das Ordnungsamt angewiesen, die derzeitige Rotlicht-Situation in Dortmund zu überprüfen. Aktuell steht bereits eine solche Anlage an der B1/Höhe Lübkestraße in Fahrtrichtung Bochum.

Weil derzeit noch keine mobilen Rotlicht-Überwachungsanlagen auf dem Markt sind, muss die Stadt am Südwall auf eine stationäre Anlage zurückgreifen. Das geschieht in Form einer kombinierten Geschwindigkeits-/Rotlichtüberwachungsanlage.

Unfall als Anlass für neuen Blitzer

In Dortmund liegt die Zuständigkeit und Errichtung neuer Blitzeranlagen beim Tiefbauamt. Die endgültige Entscheidung fällt dabei die Unfallkommission.

Im Vorfeld hatte das Tiefbauamt die Stelle, an der der neue Blitzer entstehen soll, untersucht. Im Vordergrund stand dabei die generelle Überprüfung von Gefährdungsschwerpunkten. Damals wurde die Stelle als unauffällig eingeschätzt.

Nach einem Unfall am Südwall hat sich die Situation jedoch geändert. Das Tiefbauamt hat die Stelle neu bewertet. Die Errichtung einer kombinierten stationären Geschwindigkeits-und Rotlichtüberwachung lässt sich dadurch rechtfertigen.

Stadt will zusätzlich die "Grüne Welle" stoppen

Zur weiteren Bekämpfung der Raserszene, so die Stadt Dortmund, hat das Tiefbauamt die Ampelschaltungen am Wall überprüft. Ziel der Untersuchung war herauszufinden, ob es vor allem in den Nachtstunden vermehrt zu einer "Grünen Welle" kommen würde.

Offenbar verleite das Ausbleiben von Rot-Phasen dazu, in den genannten Bereichen zu schnell zu fahren. Die Stadt will die Ampelschaltungen daher neu prüfen und anpassen. "Grüne Wellen", die das Rasen begünstigen, soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Alle genannten Maßnahmen sollen am Ende 110.000 Euro kosten. Bereits im Januar dieses Jahres sagte Norbert Dahmen, Dezernent für Recht und Ordnung: "Ziel ist es, die Stadt Dortmund unattraktiv für die Raserszene zu machen und die Sicherheit zu erhöhen. Sowohl auf dem Wall im Innenstadtbereich als auch im Bereich Phoenix West." Ob das am Ende durch die geplanten Maßnahmen erreichen werden, bleibt abzuwarten.

Hier könnt ihr euch übrigens ein Video eines möglicherweise illegalen Autorennens ansehen. Es stammt von der Polizei Dortmund.