Unwetter in NRW

Sturmtief „Ignatz“ wütet in Dortmund – zahlreiche Einsätze für Feuerwehr

Die Feuerwehr Dortmund im Einsatz wegen Sturmtief Ignatz
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Die Feuerwehr Dortmund im Einsatz wegen Sturmtief Ignatz

Sturmtief Ignatz hat auch Dortmund erwischt. Doch in der Ruhrgebietsstadt zieht die Feuerwehr eine überraschende Bilanz.

Dortmund - Die Sonne hat man in Dortmund am Donnerstag (21. Oktober) größtenteils vergeblich gesucht. Stattdessen sind Rettungskräfte wegen der Unwetter inklusive Sturm in NRW gleich mehrfach ausgerückt.

StadtDortmund
BundeslandNRW
Bevölkerung587.700 Personen (2020)

Sturm „Ignatz“ verwüstet Dortmund - 90 Einsätze für Feuerwehr wegen Unwetter

Sturmtief Ignatz hat die Bäume in Dortmund ziemlich ins Wanken gebracht. Schon in den Morgenstunden des Donnerstags ist das Unwetter gestartet und hat sich den restlichen Tag gehalten. Auch am Freitag (22. Oktober) warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor starken Windböen und Unwettern in NRW.

Trotzdem fällt das Fazit der Rettungskräfte in Dortmund positiver aus als vermutet. Insgesamt 90 Einsätze verzeichnet die Feuerwehr, die große Unterstützung von der freiwilligen Abteilung hatte. Bislang habe sich niemand eine „schwere Verletzung“ zugezogen, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt.

Daher sei der Donnerstag „weniger kritisch abgelaufen als zuvor erwartet.“ Am meisten verschont geblieben ist nach Einschätzung der Rettungskräfte der Westen von Dortmund. Schlimmer getroffen habe es die südlichen Stadtteile, aber auch im und Osten Nordosten der Stadt mussten die Retter zur ausrücken und helfen.

Unwetter in NRW: Dauer-Einsatz für Feuerwehr in Dortmund

Einiges Glück hatte eine ältere Dame aus Scharnhorst. Als sie am Donnerstag mit ihrem Rollator auf dem Fußgängerweg unterwegs ist, begräbt plötzlich ein umfallender Baum die Gehhilfe der Passantin. Doch die Betroffene bleibt von schlimmeren Blessuren verschont, sodass sie mit ein „paar kleinen Kratzern an den Händen und einem gehörigen Schrecken“ davon kommt (weitere News zu Dortmund bei RUHR24).

Durch umkippende Bäume seien nach Einschätzung der Feuerwehr die größten Schäden entstanden. So ist eine zehn Meter Sorte im Stadtteil Hombruch auf zwei parkende Autos gefallen und habe die Fahrzeuge erheblich beschädigt. Auch in Asseln und Wickede wurden Autos auf solche Weise demoliert. Doch auch hier hatten die Besitzer Glück, dass sie sich zu dem Zeitpunkt nicht im Auto aufgehalten haben.

Durch Sturmtief „Ignatz“ sind einige Bäume auf Autos gekracht, sodass die Feuerwehr anrücken musste.

Für die Aufräumarbeiten hatte die Feuerwehr einige Straßen zeitweise gesperrt. Das hatte allerdings einige Verkehrsbehinderungen zur Folge. Neben Sturmtief „Ignatz“ musste die Feuerwehr auch wegen Wetter-Tief „Hendrik“ in den NRW-Städten ausrücken.

Unwetter verursacht Chaos in Dortmund - Sturm „Ignatz“ erwischt auch Bahnlinien

Doch das Unwetter hat in Dortmund nicht nur auf den Straßen für einiges Chaos gesorgt. Auch beim Bahnverkehr hat es wegen Sturmtief „Ignatz“ Einschränkungen und Ausfälle gegeben, sodass Reisende und Pendler sich auf lange Wartezeiten einstellen mussten.

Hauptursache sind auch bei diesem Problem umgestürzte Bäume, die die Feuerwehr von den Gleisanlagen entfernen musste. Der Zugverkehr habe nach Angaben der Feuerwehr Dortmund „teilweise in erheblichem Maße“ unter den Auswirkungen des Unwetters gelitten. Doch gegen 18.30 Uhr konnte die Feuerwehr ihren letzten Einsatz noch am selben Tag beenden.

Sturmtief „Ignatz“ trifft Dortmund - Extrem-Wetter kein Einzelfall mehr

Und in den nächsten Tagen soll der Sturm bereits Geschichte sein. Denn am Wochenende kommt nach dem Unwetter endlich der goldene Herbst zurück nach NRW und beschert uns viel Sonnenschein und höhere Temperaturen.

Immer häufiger kommt es in NRW und anderen Teilen Deutschlands zu heftigen Unwettern mit extremen Folgen. Vor dem Sturm hat das Hochwasser schlimme Folgen in vielen Städten angerichtet. Wegen des Klimawandels könnten solche Ereignisse in Zukunft weiterhin auftreten.

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