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Ärger im Klinik- und Unionviertel: Dortmunder Sperrmüll-Aktion floppt wieder

Schon wieder ist eine kostenlose Sperrmüll-Aktion der Dortmunder Entsorgung nicht glattgegangen. In der Innenstadt gab es nicht nur Müll-Probleme.

Dortmund – So langsam muss man sich in Dortmund wohl oder übel an den Gedanken gewöhnen, dass Sperrmüll-Aktionen grundsätzlich eine lästige und ärgerliche Angelegenheit sind. Nach mehreren Flops in anderen Stadtgebieten gab es nun auch Ärger im Klinik- und Unionviertel.

Sperrmüll-Aktion sorgt im Klinik- und Unionviertel für Ärger bei Dortmunder Entsorgung

128 Tonnen „echten“ Sperrmüll holte die Dortmunder Entsorgung (EDG) am 14. Januar in der City und an der Dorstfelder Brücke ab. Doch nicht alle hielten sich an die Sperrmüllvorgaben der EDG. So landeten satte neun Tonnen anderen Mülls auf der Straße. Etwa Renovierungsabfälle und Hausmüll, Verpackungen und Elektrogeräte sowie Schadstoffe. Die EDG zieht daher eine gemischte Bilanz der neusten Gratis-Aktion.

Zusätzlich zu dem „falschen“ Sperrmüll gab es besonders im Union- und im Klinikviertel Probleme bei der Abholung. „Erschwert wurde die Aktion durch sehr enge und häufig zugeparkte Straßen“ berichtet die Dortmunder Entsorgung im Nachgang. Die Viertel sind (zusammen mit dem Kreuzviertel) bekannt für ihre engen und oft stark beparkten Straßen.

EDG führt mit Dortmundern Sperrmüll-„Beratungsgespräch“

Wer keinen „echten“ Sperrmüll auf die Straße stellte, musste in der Folge ein Beratungsgespräch mit der EDG führen. In deren Folge nahmen die angesprochenen Personen ihren Müll wieder zurück, wie es heißt. Schlimmstenfalls kann ein Bußgeld verhängt werden, sollten sich Bürger uneinsichtig zeigen. Der Dortmunder „Ermittlungsdienst Abfall“ geht diesbezüglich Hinweisen aus der Bevölkerung nach.

Diese Regeln gelten in Sachen Dortmunder Sperrmüll:

  • Sperrmüll bis spätestens 7 Uhr am Aktionstag rausstellen.
  • Sperrmüll ebenerdig auf öffentlichen Flächen abstellen.
  • Sperrmüll muss gut erreichbar und von Hand verladbar sein. Zur Not also zerlegen.
  • Sperrmüll darf andere nicht gefährden.
  • Sperrmüll nicht zusammen mit anderem Müll nach draußen stellen (Verwechslungsgefahr).

Die EDG definiert Sperrmüll so: „Zum Sperrmüll zählen alle transportablen Hausratgegenstände aus privaten Haushalten, die nicht fest mit der Wohnung verbunden sind und die Sie bei einem Umzug üblicherweise mitnehmen würden.“ Zum Beispiel: Bettgestelle, Lattenroste, Holzleitern, Matratzen, Polstermöbel, Regale, Schränke, Stühle, Holztische, Teppiche.

Nächste Sperrmüll-Aktion findet in Dortmund am 21. Januar statt

Die nächste Dortmunder Sperrmüll-Aktion findet am 21. Januar 2023 im Stadtteil Westfalenhalle statt, zu dem zum Beispiel das Kreuzviertel und der Althoffblock gehören. Bei Fragen steht die EDG unter der 0231/9111111 zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Anja Cord

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