Feuerwerk in der Covid-19-Pandemie

Silvester 2020 in Dortmund: Ausweitung der Böller-Verbotszonen wegen Corona

Auch an Silvester 2020 wird es in Dortmund ein Verbot für Feuerwerk in der City geben. Die Stadt denkt nun aufgrund von Corona über eine Ausweitung der Verbotszone nach. Doch es gibt ein Problem.

Dortmund - Um Silvester im Corona-Jahr 2020 wird debattiert, als sei das Böllern zum Jahreswechsel im Grundgesetz verankert. Ein grundsätzliches Knall-Verbot soll es laut einem Beschluss von Bund und Ländern trotz Covid-19-Pandemie nicht geben. Die Städte haben aber eigene Befugnisse. In Dortmund will man diese an Silvester 2020 nutzen, erfuhr RUHR24.de*.

StadtDortmund
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)
Einwohner603.609 (Dezember 2019)

Silvester 2020 in Dortmund: Feuerwerks-Verbote in der Innenstadt kommen

Fest steht schon jetzt: Die Feuerwerks-Verbotszonen in der Innenstadt von Dortmund wird es - wie in den vergangenen Jahren - auch an Silvester 2020 geben. Das kündigte Rechtsdezernent Norbert Dahmen am Dienstag (1. Dezember) in einer Pressekonferenz an.

Konkret wird es in diesem Jahr in Dortmund an folgenden Stellen wieder verboten sein, zu Pyrotechnik abzuknallen:

  • Rund um den Hauptbahnhof, inklusive der Plätze auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Fußballmuseum, Landesbibliothek),
  • Katharinenstraße- und Treppe,
  • Rund um die Petrikirche,
  • Rund um den Platz von Leeds,
  • Rund um die Reinoldikirche und die Marienkirche,
  • Alter Markt.

Ob die Stadt diese Feuerwerks-Verbotszonen ausweitet, stehe noch nicht endgültig fest. Laut Norbert Dahmen müsse man genau prüfen, wo man das Knallen zusätzlich verbieten könne und wo nicht. Denn: Feuerwerks-Verbotszonen würden den Platz einengen, der dann zum Knallen zur Verfügung stünde.

Feuerwerks-Verbot im Dortmunder Kreuzviertel? Stadt ist vorsichtig

Zur Debatte steht etwa die Ausweitung der Verbotszone auf die Möllerbrücke im Bereich Kreuzviertel / Klinikviertel / Unionviertel. Ob das Zünden von Pyrotechnik dort verboten werden könne, lies Dahmen am Dienstag aber offen. Was dort 2019 passiert ist, als Menschen Böller auf die Polizei warfen* seien Straftaten gewesen, die nicht alltäglich seien.

Die Stadt wolle Verbote mit Vernunft und nach sorgsamer Abwägung aussprechen. Denn, so Norbert Dahmen: „Wir haben nichts davon, wenn wir das so quetschen, dass alles an einer Stelle stattfinden muss.“ Zudem brauche die Stadt für Verbote an Silvester* die Akzeptanz der Einwohner.

2020 Verbot für öffentliche Silvester-Feuerwerke in NRW - wegen Corona

Fest steht schon jetzt, dass es in 2020 keine öffentlichen Silvester-Feuerwerke in NRW geben darf. Das hat die NRW-Landesregierung in ihrer aktualisierten Coronaschutzverordnung festgelegt. Selbst wenn die Stadt ein zentrales Silvester-Feuerwerk für Dortmund anbieten wollen würde, sei das verboten.

Trotz des ausgebliebenen generellen Feuerwerks-Verbots rät die Stadt aber in 2020 dazu, kein Silvester-Feuerwerk zu zünden. Auch die Bundesregierung gibt diese Empfehlung. „Mir persönlich wäre es am liebsten, dieses Jahr würde überhaupt kein Feuerwerk angezündet“, gibt auch Rechtsdezernent Norbert Dahmen zu. Und Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hätte sich am liebsten ein flächendeckendes Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk* gewünscht.

Dortmunds Stadtoberhaupt Thomas Westphal hätte 2020 gerne ein generelles Feuerwerksverkaufsverbot gehabt.

So könne verhindert werden, dass sich auf den Straßen Ansammlungen bildeten und die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung mit dem Coronavirus steige. Die Stadt kündigt in diesem Zusammenhang an, zusammen mit der Polizei Kontrollen durchzuführen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Peter Bandermann/Ruhrnachrichten/dpa

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