Randale in Hörde

Krawalle an Silvester in Dortmund: Jugendliche attackieren Rettungskräfte – Polizei sucht Zeugen

So ruhig wie hier war es an Silvester in Dortmund nicht überall.
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So ruhig wie hier war es an Silvester in Dortmund nicht überall.

Silvester 2020 ist in Dortmund vergleichsweise ruhig verlaufen. In Hörde attackierten Jugendliche Rettungskräfte. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Update, Dienstag (5. Januar), 8.25 Uhr: Dortmund – Nach den Krawallen in der Silvesternacht sucht die Polizei Dortmund weiter nach Tatverdächtigen. Kurz nach Mitternacht wurden im Wohnviertel Clarenberg in Hörde aus einer Gruppe von rund 50 Personen Böller auf Autos geworfen. Einige Beteiligte attackierten später die Rettungskräfte und zündeten Müllcontainer an.

Die Polizei Dortmund nahm einen Jugendlichen (16) fest. Jetzt suchen die Beamten nach weiteren Zeugen und hoffen auf Handyvideos aus der Tatnacht. Wer Hinweise oder die Taten dokumentiert hat, soll sich unter 0231/132 7441 an die Kriminalwache der Polizei wenden.

Dortmund: Randale an Silvester in Hörde – Polizei muss einschreiten

Ursprungsmeldung, 1. Januar, 15.28 Uhr: Das Konzept aus Kontaktverboten und Sperrzonen an Silvester in Dortmund scheint aufgegangen zu sein. „Dortmunds Bürgerinnen und Bürger haben sich an diese Verbote bis auf wenige Ausnahmen gehalten“, bilanziert die Stadt an Neujahr (1. Januar 2021). Eine dieser Ausnahmen waren jedoch Krawalle im Stadtteil Hörde.

In den von der Stadt eingerichteten Sperrzonen in der Innenstadt und an der Möllerbrücke herrschte in der Silvesternacht größtenteils tote Hose. Eine einzelne Rakete sei in der Innenstadt gezündet worden, berichtet die Polizei Dortmund am Freitag. Abgesehen von ein paar Personengruppen, die die Polizei rund eine Stunde nach Mitternacht auflösen musste, blieb es dort ruhig.

Ganz anders sah das im Süden des Stadtteils Hörde aus. Dort meldeten Zeugen gegen 0.30 Uhr eine Gruppe aus rund 50 Personen, die im Bereich Clarenberg randalierte.

Silvester in Dortmund: Jugendliche werfen Böller auf Rettungskräfte

Einige der Personen sollen in der Straße „An der Goymark“ Feuerlöscher entleert und Böller auf vorbeifahrende Autos geworfen haben. Als die Feuerwehr eintraf, soll die Gruppe den Rettungskräften mit einem Müllcontainer den Weg versperrt haben.

Einen weiteren Container zündeten die Randalierer anschließend an. Selbst während die Feuerwehrleute den Brand löschen wollten, wurden sie aus der Gruppe weiter mit Feuerwerkskörpern beworfen.

In Dortmund blieb es an Silvester fast überall ruhig.

Dortmund: Polizei fasst Tatverdächtigen (16) nach Randale in Hörde

Als die Polizei bei dem Wohnviertel im Süden von Dortmund eintraf, waren dort noch mehrere Kleingruppen unterwegs. Bei der Fahndung konnten die Beamten schließlich einen 16-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen.

Der Jugendliche bekam eine Strafanzeige wegen Landfriedensbruchs. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern noch an. Auch in Essen hatte es an Silvester Ausschreitungen gegeben.

Silvester in Dortmund: Bürger halten sich an Verbotszonen in der Innenstadt

Ansonsten habe sich der Großteil der Dortmunder an Silvester jedoch an die Appelle gehalten, berichtet auch WA.de. „Aus Sicht der Ordnungsbehörden war es eine ruhige Silvesternacht“, schreibt die Polizei Dortmund in einer Pressemitteilung. Ein weiterer Grund dafür sei auch das schlechte Wetter an Silvester gewesen.

Stadt und Polizei hatten neben Verbotszonen für Feuerwerk auch ein Alkoholverbot ausgesprochen sowie untersagt, dass sich Gruppen von mehr als zwei Personen im Freien treffen dürfen. Mehr als 40 Mitarbeiter des Ordnungsamts Dortmund sowie die Polizei hatten deren Einhaltung kontrolliert.