Verbot von Wasserpfeifen

Dortmund: CDU will Shishas in der Öffentlichkeit verbieten lassen

Am Phoenix See in Dortmund gibt es immer wieder Ärger wegen Shisha-Rauchs.
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Am Phoenix See in Dortmund gibt es immer wieder Ärger wegen Shisha-Rauchs.

Die CDU-Fraktion im Stadtrat will das Rauchen von Shishas in Dortmund verbieten lassen. In Köln gilt teilweise bereits ein Verbot von Wasserpfeifen.

  • Der CDU im Stadtrat Dortmund sind Shishas in der Öffentlichkeit ein Dorn im Auge.
  • Zuvor soll es Beschwerden am Phoenix See gegeben haben.
  • Jetzt soll die Stadtverwaltung prüfen, ob ein Verbot der Wasserpfeifen möglich ist.

Dortmund - Insbesondere am Phoenix See sitzen immer wieder Gruppen zusammen und rauchen eine Shisha. In der Coronavirus-Krise ist das auch in Dortmund verboten. Wenn es nach der CDU im Stadtrat geht, sollen Wasserpfeifen auch nach der Pandemie verboten bleiben.

Name:

Phoenix See

Eröffnet:

2011

Fläche:

24 Hektar

Tiefe:

4,6 Meter

Ort:

Dortmund-Hörde

Dortmund: CDU plant Shisha-Verbot in der Öffentlichkeit

Einen entsprechenden Ergänzungsantrag hat die CDU-Fraktion im Rat auf die Tagesordnung des Ordnungsausschusses setzen lassen. Sie möchte prüfen lassen, ob es eine Möglichkeit gebe, Wasserpfeifen aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

Ein Shisha-Verbot gibt es in Dortmund bereits. Es gilt zum einen in Gaststätten wie Shisha-Bars, Grundlage ist das Nichtraucherschutzgesetz in NRW. Dort dürfen lediglich getrocknete Früchte verdampft werden, Tabak jedoch nicht. Viele Betreiber von Shisha-Bars in Dortmund hielten sich in der Vergangenheit jedoch nicht daran.

Shisha-Verbot in Dortmund soll auch in Parks gelten

Geht es nach der CDU, soll das in Dortmund künftig auch für den öffentlichen Raum, also etwa Parks, gelten. "Seit Jahren gibt es immer wieder Beschwerden, dass sich viele Nutzergruppen durch den Geruch von Shisha-Pfeifen, die von einzelnen Gruppen in Parks und Grünanlagen geraucht werden, erheblich gestört fühlen", schreibt die CDU-Fraktion in ihrer Begründung.

Wegen des Kontaktverbots sind Menschenmengen in Dortmund derzeit ohnehin verboten - auch am Phoenix See.

Laut den Ruhr Nachrichten gab es in einem Jahr rund 250 Verstöße gegen das bereits in der Satzung des Phoenix Sees bestehende Shisha-Verbot. Übertroffen wurde dies nur durch die Zahl nicht angeleinter Hunde (392) und Radfahrer in der Fußgängerzone (1000).

Shisha-Verbot: Köln hat das Rauchen im öffentlichen Raum bereits 2017 untersagt

Ein allgemeines Shisha-Verbot sei jedoch bislang nicht möglich, schreibt die CDU in Dortmund unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

In anderen Städten sieht das anders aus. Köln hat etwa in seiner Stadtordnung bestimmte Nutzungsverbote festgelegt. Auf dem belebten Rheinboulevard ist das "Shisha-Rauchverbot" bereits seit 2017 in Kraft. Wer dagegen verstößt, zahlt 75 bis 150 Euro Strafe.

Video: Die Gefahren des Shisha-Rauchens

Auch in Dortmund gilt ein Shisha-Verbot - zusammen mit Picknicken und Grillen - bereits, jedoch erst seit den Kontaktbeschränkungen in der Coronavirus-Krise. Wie das vorübergehend durchgesetzt werden konnte, wüsste die CDU zudem gerne von der Stadtverwaltung.

Doch dabei soll es nicht bleiben: "Gleichzeitig soll geprüft werden, ob im Interesse eines gedeihlichen Miteinanders der einzelnen Nutzergruppen ein derartiges Verbot für den öffentlichen Raum in Dortmund dauerhaft erlassen werden kann", schreibt die CDU.