Fahrlässige Tötung

Dortmund: Senior fährt Kind (4) tot – diese Strafe bekommt er

Nach dem tragischen Verkehrstod eines vierjährigen Kindes in Dortmund-Aplerbeck, wurde ein 86-Jähriger nun zu einer Geldstrafe verurteilt.

Dortmund – Im Januar 2021 kam es vor einem Kindergarten in Dortmund Aplerbeck zu einem erschütternden Unfall – ein vierjähriger Junge überquerte mit seiner Mutter eine grüne Fußgängerampel und wurde von einem 84-jährigem Autofahrer erfasst. Nun hat das Amtsgericht Dortmund den heute 86-Jährigen zu einer Geldstrafe verurteilt.

StadtDortmund
BundeslandNRW
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Senior fährt Kind (4) tot – rote Ampel übersehen

Der damals 84-Jährige hatte eine rote Ampel an der Aplerbecker Straße übersehen. Der Junge, der wiederum bei Grün über die Fußgängerampel ging, wurde von dem Auto überrollt und unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es, den schwerverletzten Jungen zu befreien und in ein Krankenhaus zu transportieren. Doch ihm konnte aufgrund der schweren Verletzungen nicht geholfen werden. Seine Mutter musste die ganze Tragödie mitansehen und erlitt einen Schock.

Die Anteilnahme in Dortmund war groß. Eine kleine bunte Nashorn-Skulptur neben der ehemaligen Kita soll an den viel zu früh verstorbenen Jungen erinnern. Auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal versprach „alles dafür zu tun, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, woraufhin an mehreren Kitas der Stadt die Sicherheit erhöht wurde.

Doch den Eltern des Vierjährigen war dies längst nicht genug – sie starteten eine Petition für einen generellen Verkehrseignungstest ab 65 Jahren.

Dortmund: Senior fährt Kind (4) tot – Verurteilung zur Geldstrafe und Fahrverbot für einen Monat

Rund ein Jahr später beginnt der Prozess gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Tötung. Das Amtsgericht soll den Rentner am Montag (23. Mai) zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen á 50 Euro verurteilt haben – insgesamt muss der 86-Jährige also 5000 Euro zahlen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Nach dem tragischen Verkehrstod eines vierjährigen Kindes in Dortmund-Aplerbeck, wurde ein 86-Jähriger nun zu einer Geldstrafe verurteilt.

Zudem erhielt der Senior, einem Bericht der Waz zufolge, ein Fahrverbot von einem Monat – aufgrund der rot überquerten Ampel. Da er weder zu schnell gefahren sei noch unter körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen leide, behält der Angeklagte seinen Führerschein. Eigenen Angaben zufolge fährt er seit dem Vorfall jedoch aus eigener Entscheidung kein Auto mehr.

Im Verlauf der Verhandlung habe der Mann auch das Wort an die Eltern des Kleinkindes gerichtet und sich entschuldigt. Es tue ihm „sehr, sehr leid“, gab ein Sprecher des Amtsgerichts wieder.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa/Symbolbild

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