Prozessbeginn

Tödliche Schüsse in Dortmund: 21-Jähriger wegen Totschlags angeklagt

In Dortmund ist im Sommer dieses Jahres ein junger Mann nach einem Streit verstorben. Der 21-Jährige wurde erschossen. Jetzt startet der Prozess.

Dortmund – Die Staatsanwaltschaft Dortmund hatte damals von einem „lapidaren Streit“ zwischen zwei jungen Männern gesprochen. Doch für einen 21-Jährigen endete die Auseinandersetzung im Westpark im Dortmunder Kreuzviertel tödlich.

StadtDortmund
StadtbezirkInnenstadt-West
TatortWestpark im Kreuzviertel

Dortmund: 21-Jähriger wird bei Streit im Westpark erschossen

Der Vorfall hatte sich in der Nacht auf den 12. Juni in der westlichen Innenstadt von Dortmund ereignet. Etwa gegen 2.30 Uhr seien die tödlichen Schüsse gefallen, von denen einer den jungen Mann im Bauch getroffen hatte, wie die Polizei damals mitteilte. Geschossen haben soll ein ebenfalls 21 Jahre alter Mann. Gegen ihn habe es in der Vergangenheit bereits mehrere Anzeigen und Verfahren wegen Körperverletzungsdelikten gegeben.

Ein halbes Jahr später muss sich der mutmaßliche Täter vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Die Anklage lautet Totschlag. So heißt es, dass der 21-Jährige im Verlauf des Streits eine geladene Waffe gezogen und den tödlichen Schuss auf sein Gegenüber abgegeben haben soll (weitere News aus Dortmund bei RUHR24 lesen).

Ein 21-jähriger Mann wurde im Juni im Westpark in Dortmund erschossen.

Anklage wegen Totschlags in Dortmund: Mutmaßlicher Täter schweigt beim Prozessbeginn

„Das Projektil durchschlug den Magen und zerfetzte die große Bauchschlagader des Opfers“, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) zum Prozessauftakt in Dortmund. Der 21-Jährige wurde nach der Attacke umgehend ärztlich versorgt. In einem Krankenhaus erlag er jedoch zwei Stunden später seinen Verletzungen.

Der mutmaßliche Täter war damals bereits einen Tag nach der Bluttat in der Nähe seines Wohnsitzes wegen des dringenden Tatverdachtes festgenommen worden. Seitdem laufen die Ermittlungen gegen den 21-Jährigen, der zu den Vorwürfen bislang allerdings geschwiegen haben soll (mehr Nachrichten zu Kriminalität in NRW bei RUHR24 lesen).

Nach tödlicher Schuss-Attacke in Dortmund: Urteil erst 2022 erwartet

Auch vor Gericht will sich der Angeklagte laut den Aussagen seines Verteidigers Siegmund Benecken zunächst nicht zu der Tat vom 12. Juni äußern. Zum Prozessbeginn am Dienstag (7. Dezember) kündigte Benecken an, dass dies möglicherweise auch so bleiben könne. Er habe das noch nicht abschließend mit seinem Mandanten beraten, schreibt die DPA weiter.

Mit einem Urteil ist nach derzeitiger Planung des Gerichts nicht vor Ende Januar 2022 zu rechnen.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP, Ina Küpper/RUHR24; Collage: RUHR24

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