Tödliche Messerstiche in Hörder Parkhaus: Schülerin (17) muss über 6 Jahre in Haft

Dortmund-Hörde Parkhaus am Bahnhof. Foto: dpa
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Dortmund-Hörde Parkhaus am Bahnhof. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Nach den tödlichen Messerstichen in einem Parkhaus in Dortmund-Hörde will das Gericht am Mittwoch (13. Februar) das Urteil gegen eine Schülerin sprechen.

In einem Parkhaus am Bahnhof in Dortmund-Hörde gerieten im Februar 2018 zwei damals 15 und 16 Jahre alte Mädchen in Streit. Ein Messer wurde gezogen, die 15-Jährige starb. Am Mittwoch (13. Februar) hat das Gericht das Urteil gesprochen.

Update, Mittwoch (13. Februar), 16.04 Uhr: Nach der tödlichen Messerattacke im Parkhaus am Bahnhof in Dortmund-Hörde hat das Landgericht am Mittwoch die 17-jährige Angeklagte zu sechs Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die Richter urteilten auf Körperverletzung mit Todesfolge.

Erstmeldung, Mittwoch (13. Februar), 10.20 Uhr: Das Dortmunder Landgericht will am Mittwoch (14 Uhr) das Urteil gegen eine 17 Jahre alte Schülerin sprechen. Sie soll eine andere Schülerin wegen einer Banalität mit einem Messer in die Brust gestochen haben. Das Opfer starb später im Krankenhaus. Seitdem sitzt die Verdächtige in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Siebeneinhalb Jahre Jugendstrafe gefordert

Die Staatsanwaltschaft hat siebeneinhalb Jahre Jugendstrafe wegen Totschlags beantragt. Die Verteidigerin hielt in ihrem Plädoyer eine Jugendstrafe von maximal sechs Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge für ausreichend.

Die gesamte Verhandlung, auch die Urteilsverkündung und -begründung, findet wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Die Tat sorgte für Aufsehen, weil das Parkdeck als Drogenumschlagplatz bekannt war. Häufig kamen Jugendliche auch aus anderen Stadtteilen dorthin. Nach der Tat wurde es vorübergehend geschlossen. Auch die Jugendarbeit wurde verstärkt, um solchen Taten vorzubeugen. mit dpa-Material