Schock auf S-Bahn-Strecke in Dortmund! Baumstamm sorgt für Ermittlungen der Polizei

DB Haltepunkt Dortmund-Kruckel - Unbekannte legen Baumstamm auf Bahngleise - Bundespolizei bittet um Hinweise. Foto: Polizei; Montage: RUHR24
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DB Haltepunkt Dortmund-Kruckel - Unbekannte legen Baumstamm auf Bahngleise - Bundespolizei bittet um Hinweise. Foto: Polizei; Montage: RUHR24

Dortmund/NRW - Was ein Schock für die Fahrgäste. Eine S-Bahn in Dortmund musste eine Vollbremsung machen. Weil ein Baum auf den Gleisen lag. Die Polizei ermitelt nun.

Die Polizei ist auf Täter-Suche: Ein mitten auf Gleisen der Linie S5 liegender Baumstamm hat eine S-Bahn in Dortmund am Montag (21. Oktober) zu einer Vollbremsung gezwungen.

  • Ein Baumstamm lag mitten auf Bahngleisen am Haltepunkt der DB in Kruckel.
  • Ein Zug der S-Bahn-Linie 5 musste am Haltepunkt der DB in Dortmund eine Vollbremsung einlegen.
  • Jetzt sucht die Polizei die Täter.

Dortmund: S-Bahn muss in Kruckel Vollbremsung einlegen

Wer macht sowas? Unbekannte haben am späten Montagabend (21. Oktober) einen Baumstamm auf die Gleise am Bahnhof in Dortmund-Kruckel gelegt.

Davon betroffen war eine S-Bahn der Linie S5 zwischen Dortmund und Hagen. Glück im Unglück: Der 54-jährige Fahrer der Bahn sah den Stamm bei der Einfahrt in den Bahnhof rechtzeitig und konnte eine Vollbremsung einlegen.

Noch bevor er den Stamm überrollte, stoppte die S-Bahn rechtzeitig vor dem Hindernis. Das Ganze geschah um 21.11 Uhr auf den Gleisen in Richtung Hagen. 

Auf der Strecke zwischen Witten und Dortmund sorgte im Dezember ein Brand in einer Sauna für eine Sperrung.

Polizei Dortmund sucht Tatverdächtige

"Bei dem Gegenstand handelte es sich um einen circa drei Meter langen und 30 cm dicken Baumstamm", berichtet die Polizei. Tatverdächtige, die den Stamm auf die Gleise gelegt haben könnten, waren nicht mehr vor Ort.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor solchen Taten. "Beim Überfahren von Gegenstände aller Art, können gesplitterte Teile wie Geschosse wirken und Menschen im Umfeld des Tatortes erheblich verletzen", heißt es von den Ordnungshütern.

Kein "Dummerjungenstreich" an Bahnhof in Dortmund

Es handle sich daher auch nicht um einen "Dummejungenstreich". Nicht umsonst, so die Polizei, habe der Gesetzgeber den Tatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren sanktioniert.

Mit ähnlichen Strafen könnten die Verursacher einer Vollbremsung eines ICs in Hagen rechnen. Sie hatten in diesem Sommer einen in den Hauptbahnhof einfahrenden Zug mit Steinen beworfen.

Die Bundespolizei leitete im Falle Dortmund-Kruckel ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und bittet Zeugen um Hinweise. Gesucht werden Personen, die zwischen 20.40 Uhr und circa 21.10 Uhr am Bahnsteig oder im Gleisbereich am Bahnhof in Dortmund-Kruckel waren.

Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800/6888 000 entgegen.