Blutige Verfolgungsjagd

Mann voller Blut zieht Notbremse - und flüchtet vor Bahn-Mitarbeitern aus der S4

Dortmund: Mann voller Blut zieht Notbremse - und flüchtet vor Bahn-Mitarbeitern aus der S4 Foto: dpa/Collage: RUHR24
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Kurios: In Dortmund ist ein Mann mit mehreren Verletzungen aus einer S-Bahn geflüchtet. Er war allerdings kein Opfer einer Straftat.

  • Gegen 18.30 Uhr wurde die Polizei Dortmund über eine blutende Person in der S4 informiert.
  • Zwei Bahn-Mitarbeiter waren auf den Mann aufmerksam geworden.
  • Die Verletzungen stammen offenbar von Glassplittern.

Eine stark blutende Person zog am Samstagabend (21. Dezember) die Notbremse in der S4. Diese verkehrt zwischen Dortmund-Lütgendortmund und Unna. Anschließend flüchtete der Mann aus der S-Bahn. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Mann nicht um das Opfer einer Straftat.

Dortmund: Mann verlässt S-Bahn, bevor Mitarbeiter ihn ansprechen können

Die Polizei Dortmund wurde gegen 18.30 Uhr über eine stark blutende Person in der S4 benachrichtigt. Der 31-jährige Mann war zuvor zwei Mitarbeitern der Bahn aufgefallen. Er hat den Zug am Haltepunkt Dortmund-Marten betreten und wies Stichverletzungen an Armen, Beinen und Rücken auf, wie die Polizei Dortmund berichtet.

Doch bevor Mitarbeiter der Bahn den Mann ansprechen konnten, betätigte dieser die Notbremse und flüchtete nur wenige hundert Meter vor dem Haltepunkt Dortmund-Somborn aus dem Zug. Weil eine Lebensgefahr für den 31-Jährigen nicht ausgeschlossen werden konnte, fahndete die Polizei Dortmund sowie die Bundespolizei nach dem verletzten Mann. Unter anderem wurden dazu auch Hubschrauber eingesetzt.

Mann taucht in Gebüsch in Dortmund auf

Die erfolglose Suche wurde gegen 21.20 Uhr wieder eingestellt. Durch Zeugenhinweise hatte die Polizei Dortmund den Mann später am Abend in einem Gebüsch am Lütgendortmunder Hellweg entdeckt. Der 31-Jährige erklärte den Einsatzkräften selbst, der Gesuchte aus dem Zug zu sein.

Nach eigenen Angaben habe der Mann sich die Verletzungen zugezogen, nachdem er im Drogenrausch durch ein geschlossenes Fenster gesprungen ist. Die blutenden Wunden stammen von den Glassplittern. Er wurde zur Behandlung seiner Schnittverletzungen in eine Klinik in Dortmund eingeliefert.

Video: Überraschende Entdeckung - Bundespolizei Bad Bentheim

Der 31-jährige Mann aus Dortmund war offenbar bereits polizeibekannt. Die Bundespolizei leitete nach dem Vorfall ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen ein. Die Ermittlungen dauern an. 

Bei einem ähnlich kuriosen Fall aus Dortmund bemerkte die Polizei auffällige Geräusche in einer Wohnung. Ein mutmaßlicher Drogendealer flüchtete anschließend über den Balkon.

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