Neue Geschwindigkeitsregel

Dortmund: Weitere drastische Änderungen an Wall und Ruhrallee - Stadt nimmt Störungen in Kauf

In der Ruhrallee in Dortmund stehen weitere Änderungen an. Unter anderem soll die Geschwindigkeit weiter begrenzt werden. 
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In der Ruhrallee in Dortmund stehen weitere Änderungen an. Unter anderem soll die Geschwindigkeit weiter begrenzt werden. 

Nach den Bauarbeiten im Sommer folgen die nächsten Veränderungen in der Ruhrallee: Die Stadt Dortmund möchte damit die Belastung durch Stickstoff senken. 

  • Die Änderungen an der Ruhrallee sind offenbar noch nicht abgeschlossen.
  • Die Stadt Dortmund muss eine Vereinbarung mit dem Land NRW erfüllen.
  • Unter Umständen stehen noch weitere Neuerungen an.

Dortmund/Ruhrgebiet - Die Veränderungen an der Ruhrallee (B54) in Dortmund, wo ein neuer Blitzer tausende Autofahrer erwischt hat, gehen weiter. Nach der Umweltspur auf der Brackeler Straße und dem Durchfahrtsverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen auf der B1 kommt jetzt die nächste Maßnahme auf der gut frequentierten Straße.

Ruhrallee in Dortmund soll umweltfreundlicher werden und die Anwohner schonen

Hintergrund ist ein Vergleichsvertrag zwischen der Stadt Dortmund und dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW), der Stück für Stück umgesetzt werden soll. Ziel dabei ist es, den Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) an dieser Stelle nicht weiter zu überschreiten, wie es sonst bereits seit Jahren der Fall ist.

Auch um die Gesundheit der Anwohner der Ruhrallee (B54) zu schützen, werden nun Maßnahmen zur Verringerung der Belastung getroffen, wie die Stadt mitteilt. Bereits im vergangenen Sommer wurde die Straße "lärmoptimiert" und dafür an vier Stellen zeitweise gesperrt.

Dortmund: Wall in der City und Ruhrallee werden auf 30 km/h beschränkt

Im nächsten Schritt soll nun die Geschwindigkeit auf der Ruhrallee weiter begrenzt werden. Betroffen ist dabei der Bereich der Ruhrallee zwischen dem Rheinlanddamm (B1) und dem Wall in der City. Hier wird in beiden Richtungen die zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h gesenkt. Die Koordinierung der Ampeln soll auch an die neue Geschwindigkeitsregel angepasst werden.

Bei der regelmäßigen Überschreitung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes gelten Kraftfahrzeuge als die größte Ursache. Die Stadt möchte deren Fahrt über die Ruhrallee in die Innenstadt deshalb mit weiteren Maßnahmen noch stärker drosseln.

Änderungen in der Ruhralle in Dortmund: Stadt will Stau in Kauf nehmen

So soll im Kreuzungsbereich Ruhrallee/Rheinlanddamm eine Fußgängerampel installiert werden, die eine sogenannte Pförtner-Funktion besitzt. Diese Ampel ist so programmiert, dass sie kürzere Grünphasen für Pkw und Lkw in die Richtung der Innenstadt anzeigt. Dadurch soll die Menge der Kraftfahrzeuge auf der Strecke zur City verringer werden, der Verkehr auf der B1 soll so um rund 20 Prozent reduziert werden.

Der durch die Pförtner-Maßnahme zu erwartende Rückstau in der Anfangsphase des Projekts, etwa südich der B1, "muss leider in Kauf genommen werden", wie die Stadt mitteilt.

Stadt Dortmund drosselt die Geschwindigkeit auf der Ruhrallee nach und nach

Unfällen in einem möglichen Stau-Ende soll aber vorgebeugt werden. Deswegen wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der B54 in Dortmund schon auf Höhe der Konrad-Adenauer-Allee und dem Rombergpark weiter reduziert. Von derzeitigen 80 km/h zunächst auch 60 Kilometer in der Stunde, dann auch 50 und schließlich auf 30 km/h. Diese Änderungen an der Ruhrallee treten bereits am Freitag, den 24. April, in Kraft.

In der Ruhrallee in Dortmund stehen weitere Änderungen an. Unter anderem soll die Geschwindigkeit weiter begrenzt werden. 

Falls die Maßnahmen nicht ausreichen, um bessere Luft mit weniger Stickstoffdioxiden an der Ruhrallee zu erreichen, will die Stadt Dortmund nochmal nachsteuern. Beispielsweise eine strengere Pförtnerung an der Fußgängerampel soll dann noch weniger Kraftfahrzeuge auf der Strecke in Richtung Innenstadt zulassen.

Dortmund: Kontrollen auf der Ruhrallee sollen zunehmen

Die Entwicklungen der Messwerte für Stickstoffdioxid auf der Ruhrallee werden sehr genau beobachtet, auch die Kontrollen zur Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit sollen verstärken werden. Nach Erfahrung der Stadt Dortmund gewöhnen sich viele Menschen erst dann um, wenn eine neue Regel auch häufiger kontrolliert wird.

Video: Kommt das Tempo 30-Limit in Städten? Bundestag debattiert

Damit die Reduzierung des Verkehrs auf der Ruhrallee funktioniert, bittet die Stadt darum mitzuhelfen, indem man beispielsweise auf andere Verkehrsmittel umsteigt oder andere Verkehrsstraßen nutzt. Wer auf das Fahrrad umsteigt, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für die eigene Gesundheit. Allerdings gibt es für Radfahrer einige Änderungen in der Straßenverkehrsordnung. Unter anderem sollen spezielle Radzonen die Fahrer schützen.

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