„Niemand hat das Recht...“

Dortmund macht Autofahrern klare Ansage wegen der Parkplätze

Ein Teilstück des RS1 in Dortmund ist fertig. Für Radfahrer wird die Situation besser. Autofahrer müssen sich auf Neuerungen einstellen. Die Stadt macht nun eine Ansage.

Dortmund – Eine Veränderung bedeutet gleichzeitig auch immer, dass sich Menschen an etwas Neues gewöhnen müssen. Radfahrer freuen sich, Autofahrer müssen sich umgewöhnen. Denn im Dortmunder Kreuzviertel ist ein kurzes Teilstück Radschnellwegruhr (RS1) fertig.

StadtDortmund
StraßeGroße Heimstraße
VeränderungFertigstellung des RS1 und neue Verkehrsregeln

RS1 in Dortmund: Fahrradfahrer mit neuen Rechten – Autofahrer mit neuen Pflichten

Man habe, so Sylvia Uehlendahl (Leiterin des Tiefbauamtes), den Radfahrern den roten Teppich in der Großen Heimstraße in Dortmund ausgerollt. Wütende Stimmen von Anwohnern und Autofahrer nehme man ernst. Allerdings dominiere das Auto noch immer die Straße und kein Autofahrer habe das Recht auf einen Parkplatz auf öffentlichem Raum, so die Leiterin des Tiefbauamtes.

Ab dem 1. Dezember gelten neue Regeln auf dem RS1 in Dortmund. Die Große Heimstraße wird im Kreuzungsbereich Kreuzstraße zur Vorfahrtstraße. Nutzer des RS1 haben Vorrang - dazu gibt es Vorfahrt-achten-Schilder, Haifischzähne, Bodenmarkierungen und bald auch Bremsschwellen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Autofahrer und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer dürfen maximal 30 km/h fahren. Das Parken und Halten verändert sich. Auf der Fahrbahn gilt ein absolutes Halteverbot - ausgenommen ist der Lieferverkehr, für den es ausgeschilderte Lieferzonen zu bestimmten Zeiten gibt. Parkplätze fallen weg. Allerdings, so Sylvia Uehlendahl, werde man 19 neue Parkplätze auf der Höhe des Friedhofs nahe der B1/A40 schaffen.

RS1 in Dortmund: Generell gibt es kein Recht auf einen Parkplatz im öffentlichen Raum

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit deftigen Strafen rechnen:

  • Halten auf einer Fahrradstraße: 50 Euro, mit Behinderung 55 Euro
  • Parken auf einer Fahrradstraße: 50 Euro, mit Behinderung 70 Euro, nach mehr als einer Stunde 80 Euro
  • Halten im absoluten Halteverbot: 20 Euro, mit Behinderung 35 Euro
  • Parken im absoluten Halteverbot: 25 Euro, mit Behinderung 40 Euro, nach mehr als einer Stunde 50 Euro

Der RS1-Abschnitt im Kreuzviertel soll nur das erste Kapitel einer neuen Zeit im Stadtverkehr sein. „Wir wollen, dass die Leute aus der Tür kommen und rechts und links direkt einen Fahrradständer sehen“, sagt Sylvia Uehlendahl.

Es soll in der Stadt bis zu 1000 neue Fahrradständer geben. Zudem geht es mit dem RS1 auf der Nordseite der Sonnenstraße – ebenfalls im Kreuzviertel – im ersten Halbjahr 2022 weiter.

Rubriklistenbild: © Stadt Dortmund

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