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Dortmund: Real schließt am 30. September für immer – wie es weitergeht

Bereits Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die drei Real-Filialen in Dortmund keine Zukunft haben werden. Eine von ihnen wird schon in wenigen Tagen schließen.

Dortmund - Nach der Übernahme des russischen Finanzinvestors SCP sind viele Real-Filialen in Deutschland, darunter auch welche in NRW, von Schließungen betroffen. Während manche Standorte schon längst geschlossen sind, werden für andere noch Zukunftspläne geschmiedet. In Dortmund übernimmt Kaufland die ehemalige Filiale im Indupark. Für den Markt in Eving sieht es jedoch schlecht aus.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
Real-Standorte (Stand 22. September)Indupark, Eving, Aplerbeck

Real-Markt in Dortmund schließt bald: Keine Zukunft für Filiale in Eving trotz Übernahme-Gesprächen

Eigentlich sollten nach der Übernahme von SCP möglichst viele Real-Märkte an andere Unternehmen aus dem Lebensmittel-Sektor abgegeben werden, um auch den rund 33.000 Mitarbeitern der Handelskette eine Zukunft zu bieten. Doch der Plan ging nicht für alle Filialen auf: So kommt es, dass einige der ehemaligen Real-Märkte in Deutschland dich gemacht wurden.

Ein trauriges Schicksal, das auch schon bald die Filiale in Dortmund-Eving ereilen wird: Weil trotz Gesprächen und Bemühungen kein Unternehmen gefunden wurde, das an einer Übernahme interessiert ist, wird der Markt am 30. September für immer schließen. Grund dafür sei die „fehlende wirtschaftliche Perspektive“ für den Standort, hieß es in einer Pressemitteilung vom 27. Januar 2021.

65 Mitarbeiter verlieren durch die Schließung des Real-Marktes in Eving ihre Jobs

„Diese schwere Entscheidung wurde nicht ohne die eingehende Prüfung aller Möglichkeiten getroffen. Durch die schwierige wirtschaftliche Lage aufgrund sehr hoher Verluste in den vergangenen Jahren wäre eine Fortsetzung der Betreibung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten jedoch nicht verantwortbar“, sagt Real-CEO Bojan Juncer.

Auch wenn die Filiale in Eving die kleinste der drei Real-Märkte in Dortmund ist, wird die Schließung weitreichende Folgen haben: Denn für die 65 Mitarbeiter des Marktes gibt es keine neuen, alternativen Jobs. Ihre Zukunft soll jedoch über Sozialpläne abgesichert werden.

Zukunft für die anderen beiden Real-Märkte in Dortmund-Aplerbeck und im Indupark sieht besser aus

„Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen und sie spiegelt nicht die harte Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Standort wider. Dennoch ist die Schließung notwendig“, so Juncer weiter. Als mögliche Nachfolger von Real waren Edeka, Kaufland und Globus im Gespräch, doch wirklich überzeugt war wohl niemand von dem Standort an der Deutschen Straße im Norden von Dortmund.

Erfolgreicher lief es mit den Übernahme-Gesprächen im Indupark und in Aplerbeck: Beide ansässigen Real-Märkte werden in Zukunft von anderen Lebensmittel-Ketten übernommen. Während der Markt im Indupark von Kaufland übernommen und der Betrieb mit allen Mitarbeitern fortgeführt wird, soll die Filiale in Aplerbeck laut einem Bericht der Lebensmittel Zeitung an Globus gehen.

Schon am 18. Oktober soll die Übernahme im Indupark an der Wulfshofstraße in Oespel stattfinden. In Folge soll der Real-Markt umgebaut und den Anforderungen von Kaufland angepasst werden. Wann Globus in den Markt in Aplerbeck ziehen wird, steht noch nicht fest.

Die Real-Filiale im Dortmunder Indupark wird noch in diesem Jahr geschlossen.

Was passiert mit dem Real-Gebäude in Eving? Verschiedene Szenarien sind möglich

Genauso unklar ist, was nach der Schließung am 30. September mit dem Real-Markt in Eving passieren wird. Weder Kaufland, noch Edeka oder Globus wollten die Filiale weiterführen. Hat das große Geschäft überhaupt eine Zukunft?

Eventuell. Laut einem Bericht der Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) gäbe es wohl Unternehmen, die unter gewissen Bedingungen bereit dazu wären, das Gebäude zu übernehmen. Welche Bedingungen das sein sollen, wollte Barbara Bahrenberg von der Dortmunder Wirtschaftsförderung im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten aber nicht sagen. Allerdings warf sie ein, dass eine Tanzschule oder ein Discounter denkbar seien. „Man kann über alles nachdenken“, so Bahrenberg.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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