Zwölfjähriger will spielende Kinder in Dortmund mit Messer ausrauben - dann zieht er eine Pistole

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Spielplatz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Dortmund/NRW - In Dortmund-Wickede hat ein Zwölfjähriger am Sonntag (14. Oktober) für Angst und Schrecken gesorgt. Mit einem Messer wollte er spielende Kinder ausrauben.

In Dortmund hat ein Zwölfjähriger am Sonntag (14. Oktober) für Angst und Schrecken gesorgt. Mit einem Messer wollte er spielende Kinder ausrauben.

  • Der Junge forderte spielende Kinder in Dortmund-Wickede auf, ihm ihr Handy zu geben.
  • Ein 9-Jähriger konnte einem Messerstich ausweichen.
  • Auf seiner Flucht hantierte der Junge mit einer Spielzeugwaffe.

Dortmund: Junge will Kinder mit Messer ausrauben

Der Zwölfjährige sprach gegen 16.30 Uhr ein sechsjähriges Mädchen an, das in einer Mehrfamilienhaus-Siedlung am Polliusweg in Wickede spielte. Er bedrohte sie mit einem Messer und forderte sie auf, ihr Handy herauszugeben.

Außerdem stach er in Richtung eines Neunjährigen, der dem Messer jedoch ausweichen konnte. Da keines der spielenden Kinder ein Mobiltelefon dabei hatte, lief der Junge davon.

Zerstörungswut geht auf der Flucht in Dortmund weiter

Auf seiner Flucht zerstach er einen Fahrradreifen. Zudem bedrohte er die Kinder weiter und zerkratzte ein Auto.

Doch das war nicht alles: "Der Polizei berichteten die Kinder, dass der Tatverdächtige auch eine Pistole gezogen und mit einer Handbewegung das Durchladen der Waffe angedeutet haben soll", berichtet die Polizei Dortmund.

Polizei Dortmund stellt den Zwölfjährigen - Waffe war Spielzeugpistole

Ein Mädchen meldete den Vorfall ihren Eltern. Der Vater rief die Polizei und verfolgte den Zwölfjährigen. Kurz darauf konnten Polizisten den Jungen nahe des Tatorts stellen. Dabei entdeckten sie auch das Messer. Bei der anderen Waffe handelte es sich um eine Spielzeugpistole.

Warum der Zwölfjährige versucht hat, die Kinder auszurauben und danach noch auf der Flucht Autos zerkratzte und Reifen aufstach, ist unklar.

Der Junge war der Polizei bekannt

Der Junge ist den Beamten offenbar bereits aus zahlreichen Einsätzen bekannt. Sie übergaben ihn anschließend den Erziehungsberechtigten.

Im Juni kam es in Dortmund zu einem Fall, bei dem Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren zwei Seniorinnen (73 und 81 Jahre) ausgeraubt haben.

Sie sollen dabei zunächst die Frauen angesprochen haben und wollten einen 10-Euro-Schein wechseln. Dabei haben sie den Frauen dann die Tasche entrissen haben. Danach sollen sie nach Angaben der Polizei sich gegenseitig die Schuld zugewiesen haben und weinend zusammengebrochen sein.