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Dortmund: Stadt will Ratten mit harten Bandagen bekämpfen

Ratten Dortmund Bekämpfung
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Die Stadt Dortmund hat wieder zu einer Rattenbekämpfungsaktion aufgerufen.

Einmal im Jahr ruft die Stadt Dortmund zu einer Rattenbekämpfungsaktion auf. Denn Eigentümer von Grundstücken müssen sich selbst um die Schädlinge kümmern.

Dortmund - Das Ordnungsamt ruft Grundstückseigentümer oder Grundstücksberechtigte zur Rattenbekämpfung auf. So sieht es das Infektionsschutzgesetz vor. Aber warum eigentlich?

StadtDortmund
Bewohner603.609 (Stand 2020)
Fläche280,7 km²

Stadt Dortmund ruft zur Bekämpfung von Ratten auf - das ist der Grund

Ratten sind vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv und können sich ihrer Umgebung stark anpassen. Die Nager können alle Lebensräume besiedeln und halten sich in er Nähe des Menschen auf. Weil sie sich schnell fortpflanzen können sie nicht nur wirtschaftliche Schäden anrichten, sondern auch Krankheiten übertragen. Ihre Population sollte demnach in Grenzen gehalten werden.

Die Rattenbekämpfung ist auch in Dortmund eine Daueraufgabe, wie es die Stadt in einer Mitteilung schildert. In Dortmund sind Grundstücksbesitzer sowie deren Berechtigte selbst verantwortlich beziehungsweise zur Bekämpfung der Ratten verpflichtet. Eine Rattenbekämpfung auf Privatgrundstücken durch die Stadt wird seit 1987 nicht mehr angeboten. Die Bekämpfung ist im Infektionsschutzgesetz vorgesehen und soll auch dem Gesundheitsschutz dienen. Wie schnell Ratten im Haus zum Problem werden können, mussten Mieter in Dortmund-Westerfilde vergangenen Sommer selbst erfahren.

Rattenbekämpfung ist Privatsache: Aktionstag in Dortmund vorgesehen

Um auf das Thema aufmerksam zu machen, ruft das Ordnungsamt in Dortmund einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Rattenbekämpfungsaktion auf. Dieser findet 2021 zwischen dem 15. und dem 28. Februar statt. Allerdings weist die Stadt darauf hin, dass eine Teilnahme nur dann sinnvoll ist, wenn man auf dem eigenen Grundstück bereits Ratten gesichtet hat oder welche vermutet.

Zur Bekämpfung sei es jedem selbst überlassen, ob man einen Schädlingsbekämpfer engagiert oder sich an Mitteln bedient, die in Apotheken und Fachgeschäften erwerblich sind. Ob die Rattenbekämpfungsmittel (auch Rattengift genannt) tatsächlich für den Privatgebrauch zugelassen sind, sollte vorher unbedingt abgeklärt werden.

Als „Ratten der Lüfte“ gehören Tauben zur Dortmunder Innenstadt. Die Population von echten Ratten sollte aber kontrolliert werden.

Wer Ratten auf einem städtischen Grundstück feststellt, sollte die Schädlinge nicht im Alleingang bekämpfen, sondern die betroffene Dienststellen informieren. Die korrekten Ansprechpartner können unter den Rufnummern (0231) 50-0, (0231) 50-28888 oder (0231) 50-22968 erfragt werden.

Rattenbekämpfung in Dortmund: Das sollte man unbedingt beachten

Rattengift kann allerdings auch für Menschen und andere Tiere gefährlich werden. Die Stadt Dortmund weist deswegen darauf hin, in der näheren Umgebung von Spielplätzen oder Schulen auf giftige Mittel zu verzichten. Wenn die Bekämpfung der Ratten unumgänglich ist, sollten Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Es sei empfehlenswert, entsprechende Warnhinweise überall dort anzubringen, wo Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz kommen. Das Ordnungsamt bietet hierfür in diesem Jahr auch mehrsprachige Hinweisschilder an.

Für Haustier-Besitzer gilt im Aktionszeitraum ebenfalls besondere Vorsicht: Tiere sollten in dieser Zeit gut beaufsichtigt und Freigänger-Katzen, wenn möglich, drinnen gelassen werden. So wird das Risiko einer Vergiftung verhindert.

Auch Wildtiere sollten geschützt werden: Die Stadt Dortmund empfiehlt die Köder für Ratten so auszulegen, dass sie nicht für Igel erreichbar sind. Dazu bietet sich Orte an, die mindestens 50 cm hoch sind. Etwa Kisten oder hohe Blumenkübel.

Dortmund: Gegen Ratten vorbeugen statt sie bekämpfen zu müssen

Gegen Ratten lässt sich aber nicht erst etwas unternehmen, wenn sie da sind. Auch Vorbeugung ist laut der Stadt Dortmund wichtig. Am wirksamsten sei es, den Ratten Nahrungsquellen unzugänglich zu machen. Das eigene Grundstück sollte so erhalten werden, dass Ratten sich dort möglichst nicht schnell ansiedeln wollen. Unerlaubte Abfalllagerungen, mangelnde Hygiene im Außenbereich oder falsch entsorgte Speisereste gilt es zu vermeiden.

Video: Ratten-Alarm: Warum ihr eure Klodeckel schließen solltet

Außerdem sollten die Kompost-Regeln sachgemäß eingehalten werden. Gekochte Speisereste oder gar tierische Abfälle wie Knochen oder Fleisch haben auf dem Kompost nichts verloren. Auch eine übertriebene Fütterung von Wildtieren wie etwa Vögeln kann Ratten anlocken. Ein regelmäßiger Rückschnitt von Büschen und anderem Gewächs kann auch dazu beitragen, Ratten von der Einnistung abzuhalten.

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