Türkischer Generalkonsul vor Ort

Dortmund: Rassistischer Angriff auf Moschee – Hakenkreuz an Tür geschmiert

Sultan Ahmet Camii Moschee Dortmund
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In Dortmund kam es erneut zu einem rassistischen Angriff auf eine Moschee.

Es ist bereits der vierte rassistische Angriff auf eine Moschee innerhalb eines Jahres in Dortmund.

Dortmund – Nach Brandanschlägen und abgeschnittenen Schweineköpfen, ist in Dortmund erneut eine Moschee in das Visier von Rechtsextremen geraten: Noch vor wenigen Tagen prangte auf der Tür der Sultan Ahmet Camii Moschee ein Hakenkreuz. Es ist bereits der zweite Angriff auf das Gotteshaus im Unionviertel.

StadtDortmund
BezirkUnionviertel, Stadtbezirk Innenstadt-West
StadtteilUnterbezirk Union im Stadtteil Dorstfelder Brücke

Dortmund: Rassistische Angriffe auf Moscheen wiederholen sich immer wieder

Inzwischen konnte das dicke schwarze Hakenkreuz, welches zunächst nur notdürftig mit gelber Farbe übermalt worden war, weitestgehend von der Tür entfernt werden. Doch der Schrecken und die Abscheu bleiben. Bei vielen Gemeindemitgliedern dürfte die Attacke zudem Erinnerungen an andere Taten geweckt haben, die erst wenige Wochen her sind. Der abgetrennte Schweinekopf, der an einen Zaun vor einer Moschee in Eving gehängt worden war, ist wohl nur eine davon.

Auch der Brandanschlag auf eine Moschee in Eving im Jahr 2019 dürfte jedem Gemeindemitglied noch im Gedächtnis sein. Und auch für die Gemeinde der Sultan Ahmet Camii Moschee selbst ist es bereits der zweite besorgniserregende Vorfall innerhalb kürzester Zeit. Am 22. Januar soll die Moschee das erste Mal von Rechtsextremen angegriffen worden sein. Das schwarze Hakenkreuz schmierten jemand am 9. Februar an die Tür der Moschee.

Dortmunder Moscheen im Visier von Rassisten: Angriff auf die Solidarität der Menschen

Die Moschee, die sich in einem Wohnhaus an der Ofenstraße im Dortmunder Unionviertel befindet, nennt sich laut Nordstadtblogger aber als „Islamische Gemeinde zu Dortmund-Dorstfeld“ – einem Stadtviertel, welches vielen Bürgern als rechtsextremer Hotspot bekannt sein dürfte. Dementsprechend ernst wird der Vorfall genommen. So ernst, dass auch der Generalkonsul der Türkischen Republik, Sezai Tolga Simsir aus Essen anreiste, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen (mehr Nachrichten aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24).

In Dortmund kam es erneut zu einem rassistischen Angriff auf eine Moschee.

Auch Landtagsabgeordneten Volkan Baran (SPD), Ratsmitglied Emre Gülec (Bündnis für Vielfalt und Toleranz) und der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze stattet der Gemeinde einen Besuch ab und demonstrierten vollste Solidarität mit der Gemeinde.

„Eine solche Tat richtet sich immer gegen das Zusammenleben und die Solidarität der Menschen in Dortmund“, so Stoltze. Laut Nordstadtblogger erklärte alle Politiker übereinstimmend, dass Ereignisse wie diese nicht verharmlost werden dürften. Stattdessen sei die Gesellschaft verpflichtet, jedem, der in Deutschland lebt, Schutz vor solchen Straftaten zu geben. Wie die Polizei gegenüber den Ruhr Nachrichten bestätigte, ermittle nun der Staatsschutz.

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