Großer Einsatz am Wochenende

Raser-Ärger in Dortmund reißt nicht ab: Partei überrascht mit Vorschlägen

Raser Dortmund City
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Nach erneuten Problemen mit der Poser-Szene in Dortmund fordert die CDU Konsequenzen. (Symbolfoto)

Erneut haben Poser und Raser in Dortmund für Ärger gesorgt. Auf der Suche nach einer Lösung für das Problem macht die CDU jetzt mehrere Vorschläge.

Dortmund – Seit Jahren geht die Polizei Dortmund schwerpunktmäßig gegen die Raser- und illegale Tuning-Szene in der City vor, berichtet RUHR24.de*. Im aktuellen Corona-Lockdown wird das altbekannte Problem zu einer echten Herausforderung. Denn die Treffen in der Dortmunder Innenstadt drohen einen Event-Charakter anzunehmen, wie die Polizei jüngst in einer Pressemitteilung erklärte.

StadtDortmund
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: CDU stellt Antrag nach erneuten Treffen der Poser-Szene in der City

Erst am vergangenen Wochenende kontrollierte die Polizei in Dortmund illegale Treffen in der Poser-Szene*. In der Spitze stellten die Einsatzkräfte bis zu 700 Fahrzeuge in der City fest – mit Schwerpunkt auf dem Wall. Fünf Autos und ein Führerschein wurden sichergestellt. Zudem hat es Verstöße gegen die NRW-Coronaschutzverordnung* gegeben.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund hat deshalb den Antrag gestellt, die „Raser- und Poser-Szene“ im Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden auf die Tagesordnung (9. Februar) zu setzen. Die Partei fordert die Umsetzbarkeit mehrerer Maßnahmen auf dem Wall, in der Geschwister-Scholl-Straße, am Phoenix See und auf Phoenix-West zu prüfen.

  • Installation von versenkbaren Pollern
  • Temporäre Einbahnstraßenregelungen
  • Temporäre Tempo-30-Zonen

Dortmund: CDU zeigt Verständnis für „Poser-Szene“ – fordert dennoch Konsequenzen

Die Verwaltung soll zudem prüfen, ob es im Stadtgebiet von Dortmund Ausweichflächen gebe, die man der Poser-Szene anbieten könne. Diese sollen außerhalb von Wohnbebauungen liegen. Junge Menschen sollen außerdem frühzeitig durch verstärkte Präventionsarbeit auf Konsequenzen durch Autoraserei aufmerksam gemacht werden (alle Blaulicht-News aus Dortmund* auf RUHR24.de).

Laut CDU sei es „fast nachvollziehbar“, dass sich junge Menschen während der Corona-Pandemie auf den Straßen in Dortmund treffen, wo jeder in seinem Auto getrennt von anderen unterwegs ist. Die junge Generation werde durch die Corona-Beschränkungen „schwer getroffen“, weil Sport, Partys und das Treffen von Freunden nicht möglich seien.

„Dennoch darf das nicht dazu führen, dass Polizei und Ordnungsamt mittlerweile jedes Wochenende an mehreren Orten gleichzeitig unterwegs sind, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Daher müssen zeitnah entsprechende Maßnahmen geprüft werden, die diese Szene in ihren Aktivitäten in Wohngebieten und der Innenstadt bremst“, heißt es von der CDU. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.