Polizei stellt Wallraser

Dortmund: Raser überholt Rettungswagen mit über 100 Sachen - und das ist nicht sein einziges Vergehen

Raser überholt Rettungswagen auf dem Wall in Dortmund
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Raser überholt Rettungswagen auf dem Wall in Dortmund

Auf dem Wall in Dortmund hatte die Polizei es am Mittwoch (29. Januar) wieder mal mit einem Autofahrer zu tun, der es viel zu eilig hatte.

  • Die Raserszene auf dem Wall in Dortmund sorgt bei der Polizei regelmäßig für Einsätze.
  • So auch am Mittwoch, als ein 19-Jähriger mit seinem Auto zu schnell unterwegs war.
  • Gegenüber den Polizisten zeigte der junge Autofahrer keine Einsicht.

Dortmund - Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, könnte man meinen. Doch einem 19-jährigen Mann aus Lüdenscheid (NRW), der am Mittwoch (29. Januar) mit seinem Auto auf dem Wall in Dortmund unterwegs war, schien es gerade daran zu fehlen. Verständnis für die Polizei? - Fehlanzeige!

Raser auf dem Wall in Dortmund: Mann überholt Rettungswagen mit über 100 km/h

Die musste am späten Mittwochabend gegen 23.30 Uhr eingreifen, nachdem sie von mehreren besorgten Autofahrern über ein viel zu schnelles Auto auf dem Wallring in Dortmund verständigt worden war. Der Raser fiel zunächst dem Team eines Rettungswagens auf. Mit seinem Golf GTI überholte der 19-jährige Autofahrer nämlich das Einsatzauto und raste daran vorbei.

Auch andere Autofahrer bemerkten den Lüdenscheider unweigerlich. "Sie beobachteten schnelle Spurwechsel und Slalomfahrten bei hohem Tempo" und riefen daraufhin die Polizei, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung zu dem Fall. Der 19-Jährige beschleunigte seinen Golf immer wieder mit laut aufheulendem Motor.

Raser auf dem Wall in Dortmund: Polizei stellt 19-Jährigen

Laut den Informationen der Beamten war er streckenweise mit weit mehr als 100 km/h unterwegs. Auf dem Wall in Dortmund beträgt die zulässige Geschwindigkeit gerade einmal die Hälfte, nämlich 50 km/h. Dass diese eingehalten wird, dafür sollen mehrere Blitzer entlang des Wallrings sorgen - manche wollen es jedoch offenbar einfach nicht verstehen.

So wie der junge Autofahrer aus Lüdenscheid, der auf dem Schwanenwall schließlich auch an einem Streifenwagen vorbeiraste. Die Polizisten verfolgten das Auto und beendeten die wilde Fahrt schließlich auf Höhe des Königswalls. Gegenüber der Polizei zeigte der 19-Jährige jedoch keinerlei Einsicht und null Verständnis für die Kontrolle.

Ähnlich sah das bei einem Raser aus Bochum, der nach einem illegalen Rennen Polizisten in Dortmund beleidigte. Auch er musste seinen Führerschein abgeben. Am lange Maiwochenende (21. Mai bis 24. Mai) zog die Polizei bei der Kontrolle der Raser eine überraschende Bilanz und hat zudem mehrere neue Erkenntnisse.

Raser auf dem Wall in Dortmund: Mann aus Lüdenscheid fährt ohne gültigen Führerschein

Es stellte sich nicht nur heraus, dass der Mann zu schnell unterwegs war. Sein Führerschein war außerdem im Kosovo ausgestellt und in Deutschland nicht mehr gültig. Da sich der junge Fahrer bereits seit mehr als sechs Monaten in Deutschland aufhält, hätte er seinen Führerschein umschreiben lassen müssen.

Den Golf sowie die Fahrerlaubnis stellten die Beamten sicher. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf ein illegales Kraftfahrzeugrennen und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

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