Platzverweise und mehr

Raser-Probleme in Dortmund spitzen sich zu: Polizei greift bei 400 Autos durch

Die Polizei in Dortmund hat am vergangenen Wochenende die Tuner- und Raserszene kontrolliert. 
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Die Polizei in Dortmund hat am vergangenen Wochenende die Tuner- und Raserszene kontrolliert. 

Das Problem mit der Raser-Szene in Dortmund spitzt sich weiter zu. Am Wochenende hat die Polizei verstärkt Kontrollen durchgeführt.

Dortmund – In den Nächten zu Samstag (2. Januar) und Sonntag (3. Januar) hat die Polizei Dortmund verstärkt Kontrollen durchgeführt und dabei wieder einige Tuner und Raser in der Stadt entdeckt. Insgesamt 400 Pkw konnten die Beamten dabei zählen, nicht alle kamen dabei tatsächlich aus Dortmund.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Metropolregion7.268 km²

Polizei Dortmund kontrollierte Tuner und Raser am Wochenende verstärkt

Stattdessen waren es auch Autofahrer aus umliegenden Städten und Landkreisen die zu zahlreichen Beschwerden von Anwohnern geführt haben, wie die Polizei Dortmund mitteilt. Laute Motoren und Auspuffanlagen sowie ein generell hoher Lärmpegel seien die Gründe dafür gewesen. Die Treffen der Pkw-Fahrer außerhalb ihrer Autos verstoßen außerdem gegen die aktuelle Corona-Schutzverordnung.

In insgesamt 203 Fällen ordnete die Polizei Platzverweise für die Raser an. Wer auf dem Wall, den Zufahrtsstraßen zur Innenstadt oder auf Parkplätzen wie an der Brügmannstraße störend auffiel, musste den Platz räumen. So sollten laut Polizei vor allem die Anwohner zu Ruhe kommen. Die Brügmannstraße hat sich erst vor kurzem als neuer Raser-Hotspot herauskristallisiert.

Einige Fahrer sind auch auf die Parkplätze an der Buschmühle oder an der Brackeler Straße und der Münsterstraße ausgewichen. Auch hier hat die Polizei zügig Platzverweise vergeben.

Männer fahren Rennen auf Wall – Polizei Dortmund sackt Führerschein ein

Zwei Männer aus Iserlohn im Alter von 22 und 28 Jahren hat es bei den Kontrollen besonders hart getroffen. Die Polizei Dortmund hat ihre Führerscheine eingesackt. Die beiden Mercedes- beziehungsweise Audi-Fahrer sind am Samstag gegen 20.50 Uhr auf dem Wall aufgefallen. Zeugen konnten den Fahrstil der beiden Männer direkt einordnen.

Denn die beiden Iserlohner sollten immer wieder mit quietschenden Reifen gestartet sein und danach mehrfach hektisch die Spur gewechselt haben. Letzteres ohne den Blinker zu betätigen. Da hier der Verdacht bestand, dass die Männer sich in der Innenstadt von Dortmund ein Rennen lieferten, verständigte ein Zeuge die Polizei.

Dortmund: Polizei kassiert Führerscheine von Rasern aus Iserlohn ein

Die Fahrer aus Iserlohn konnten am Südwall/Ecke Ruhrallee gestoppt werden. Aber nicht nur ihre Führerscheine wurden eingezogen. Die Polizei Dortmund hat außerdem die Straßenverkehrsbehörde im Märkischen Kreis über das Rennen auf dem Wall informiert. Diese soll nun überprüfen, ob die beiden Männer überhaupt charakterlich zum Führen von motorisierten Fahrzeugen geeignet sind.

Um für Ruhe zu sorgen hat die Polizei in den beiden Nächten außerdem zwischenzeitlich die Kreuzung am Westentor und am Neutor gesperrt. Auch die Parkplätze am Ostwall, am Schwanenwall und an der Brügmannstraße sind teilweise durch die Beamten gesperrt worden.

Video: Schwerer Unfall bei Tuning-Treffen – Audi erfasst 21-Jährige und durchbricht Schaufensterscheibe

Die Beamten aus Dortmund wollen auch zukünftig mit kurzfristigen Straßensperren, Tempo-, Fahrzeug und Personenkontrollen sowie Platzverweisen und Anzeigen gegen motorisierte Störer in der Dortmunder Innenstadt vorgehen. Nicht nur dort, sondern auch am Phoenix-See sorgen die Raser regelmäßig für Probleme. Am Phoenix-See in Dortmund-Hörde soll das aber bald ein Ende haben. Ein neues Konzept soll die Situation für Anwohner verbessern.