Kontrolle am Wochenende 

Raser-Irrsinn in Dortmund: Immer öfter sitzen Frauen am Steuer - Polizei nennt neuen Hotspot

Die Polizei hat die Raser-Szene in Dortmund kontrolliert und neue Erkenntnisse gewonnen. Eine davon: Immer mehr Frauen drücken auf die Tube.

  • Die Polizei Dortmund kontrollierte am langen Wochenende verstärkt die Raser-Szene
  • Am Wall in der Innenstadt und am Phoenix See konzentrierten sich die Kontrollen
  • Zudem haben die Beamten eine überraschende Beobachtung gemacht. 

Dortmund - Das lange Wochenende (21. bis 24. Mai) lockte zahlreiche Autofahrer in die Innenstadt in Dortmund. Die Polizeihatte viel zu tun und spricht in ihrer Bilanz von erheblichen Verkehrsverstößen der Raser-, Tuner- und Poser-Szene. Anscheinend gibt es einen neuen Hotspot. Zudem macht die Polizei eine überraschende Beobachtung. 

Raser in Dortmund: Polizei mit verstärkten Kontrollen am langen Wochenende

Die Polizei hat nach eigenen Angaben ihre Kontrollen in den Nächten von Donnerstag bis Sonntag (21. bis 24. Mai) verstärkt. Insgesamt habe es dabei mehrere Beobachtungen seitens der Beamten gegeben. 

Die Speicherstraße am Hafen sei aktuell bei der Raser-Sszene ein unattraktiver Treffpunkt. Das liege vor allen Dingen an der dortigen Baustelle. Auch an Phönix-West hätten sich in den drei Nächten weniger Raser und Tuner aufgehalten. 

Raser in Dortmund: Phoenix See - zahlreiche Beschwerden wegen Lärmbelästigung

Mit dem Phoenix See scheint die Raser-Szene in und rund um Dortmund jedoch einen neuen Hotspot zu haben. Dort sei es schon in der Vergangenheit zu zahlreichen Lärmbelästigungen gekommen. Man habe nach Angaben der Polizei zwar am langen Wochenende keine Verstöße festgestellt. Dennoch habe es zahlreiche Einzelgespräche und insgesamt 46 Platzverweise gegeben.

Regelmäßig und so auch am vergangenen Wochenende hätte der Wall in der Innenstadt in Dortmund die Raser-Szene aus dem Ruhrgebiet angezogen. In allen drei Nächten sei es zu erheblichen Verstößen gekommen. Auffällig sei aus Sicht der Beamten auch gewesen, dass bei den Kontrollen der Raser immer mehr Frauen hinter dem Steuer sitzen würden.

Übrigens gibt es innerhalb der Tuner-Szene ein großes Interesse, sich von den Rasern abzugrenzen. Im Jahr 2019 war RUHR24-Redakteur Florian Forth mit einem Tuner aus Dortmund unterwegs und hat Einblicke in die Szene bekommen. 

Mittlerweile droht die Stimmung aufgrund der Tuning-Szene am Phoenix See Dortmund zu kippen. Einige Anwohner sollen sogar mit Eiern geworfen haben.  Deshalb fordert jetzt auch die FDP in Dortmund ein Gesamtkonzept für den See, um dem Lärm-Problem Herr zu werden. 

Raser in Dortmund: Geschwindigkeitsrekorde und andere Ordnungswidrigkeiten 

In der Nacht zu Freitag (21. Mai auf den 22. Mai) habe die Polizei einen 33-jährigen Autofahrer aus Bochum angehalten. Aus dem Stand heraus habe er massiv beschleunigt und versucht, die Grünphase auf dem Wall in der Innenstadt in Dortmund auszunutzen. Das sei eigentlich nur mit einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung möglich. Die Polizei gibt an, Fahrzeug und Führerschein beschlagnahmt zu haben.

Ähnlich ging es einer jungen Raserin, die von der Polizei auf dem Wall in Dortmund verfolgt wurde. Sie hatte zudem Fußgänger gefährdet.

Polizeipräsident Gregor Lange hält am Kurs gegen Raser in Dortmund fest. 

Zwei weitere Raser würden fortan auch erst einmal zu Fuß gehen müssen. Sie seien mit 117 km/h und 140 km/h über den Wall gerast, wo es eigentlich eine Begrenzung von 60 km/h gebe. Am langen Wochenende gab es zudem noch Verwarngelder und Anzeigen wegen Tuning, Platzverweise, Gurtverstöße, Anzeigen wegen Nötigung und Beleidigung und andere Verstöße. 

"Die Maßnahmen zeigen deutlich, dass unser Fokus auf Raser ausgerichtet, zwingend notwendig ist", sagt Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange

Rubriklistenbild: © Polizei Dortmund ; RUHR24 ; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema