Unfassbare Szenen

Mit Tempo 180 durch Dortmund: Raser liefert sich mit Kind (2) an Bord Rennen über A44, B1 und B236

Mit Tempo 180 durch Dortmund: Wieder lieferten sich Raser ein illegales Autorennen - diesmal mit einem Pärchen und ihrem zweijährigen Kind an Bord.

Dortmund - Mit bis zu 180 km/h ging es zunächst über die A44, dann über die B1 und die B236 durch den Dortmunder Osten, um dann weiter über die Brackeler Straße zu rasen - eine beachtliche Strecke, auf der sich am vergangenen Donnerstag (22. Oktober) gegen 22.30 Uhr zwei junge Autofahrer ein illegales Rennen lieferten.

Bei den beiden Rasern handelt es sich nach Angaben der Polizei Dortmund um einen 21-jährigen und einen 23-jährigen Autofahrer. Sie sollen mit einem Audi, einem Peugeot, hohem Tempo und Lichthupe auf den Straßen durch Dortmund unterwegs gewesen sein. In Dortmund ist besonders der Wall bei Rasern für illegale Rennen beliebt.

Dortmund: Illegales Rennen mit junger Familie auf dem Rücksitz

Schnelle Spurwechsel ohne zu blinken, eine insgesamt riskanten Fahrweise - nichts, was sich Eltern normalerweise leisten, wenn sie ihren Nachwuchs im Auto mit sich herumfahren. Dennoch wurde der Audifahrer von einer jungen Familie auf der Rücksitzbank begleitet. Das Kind des Ehepaares: Gerade einmal zwei Jahre alt.

Ihre rasante Fahrt führte die Raser bis zum Dortmunder Borsigplatz. Dort stoppte die Polizei, die die beiden Autos verfolgte, zunächst den Audi-Fahrer. Wenig später, an der Bornstraße soll laut Polizei auch der Fahrer des Peugeots zum Stehen gebracht worden sein (mehr Nachrichten aus Dortmund auf RUHR24.de).

Dortmund: Raser besaß britischen Führerschein

Doch damit nicht genug: So soll sich der Audi-Fahrer nicht zweifelsfrei ausweisen können: Denn obwohl der Fahrer seine Wohnadresse in Schwerte habe, soll der Führerschein ein britischer gewesen sein, der Kfz-Schein in Rumänien ausgestellt worden. So führte es den Fahrer zur Identitätsfeststellung auf die Wache. Den Audi stellte die Polizei sicher.

Auch den Peugeot und das Mobiltelefon des 23-Jährigen mit Wohnsitz in Rumänien stellte die Polizei sicher. Da der Rumäne keinen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 700 Euro zahlen.

Die Teilnahme an illegalen Fahrzeugrennen ist eine Straftat (§ 315d Strafgesetzbuch). Die beiden Raser erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.

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