Dortmund

Mann will mit Leih-BMW Rennen fahren - dann macht er der Polizei ein unmoralisches Angebot

Der Königswall in Dortmund mit Blick auf den U-Turm. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
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Der Königswall in Dortmund mit Blick auf den U-Turm. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Der Fahrer eines BMW hat der Polizei Dortmund Geld geboten, nachdem Beamte den Raser nach einem Rennen auf dem Wall aus dem Verkehr gezogen hatte.

Der Fahrer eines BMW hat der Polizei in Dortmund Geld geboten, nachdem Beamte ihn nach einem - einseitigen - Rennen auf dem Wall aus dem Verkehr gezogen hatten. Der Bochumer Raser war offenbar um keine Ausrede verlegen.

  • Der Mann aus Bochum wollte offenbar ein Rennen auf dem Wall starten.
  • Später versuchte er, Beamte der Polizei Dortmund zu bestechen.

Der Mann aus Bochum (25) war am Samstag (6. Juli) gegen 0.50 Uhr an der Kreuzung am Schwanenwall/Hamburger Straße unterwegs, als die Polizei auf ihn aufmerksam wurde. Immer wieder kassieren die Ordnungshüter hier Führerscheine nach Rennen ein - was sich offenbar auch hier anbahnte.

Polizei stoppt Raser am Wall in Dortmund

Denn an einer Ampel hatte der Bochumer mit seinem geliehenen BMW Kontakt zu einem anderen BMW-Fahrer aufgenommen. Bei grün lies der 25-Jährige seinen Motor laut Angaben der Polizei, die das ganze beobachtet hatte, aufheulen und schoss davon. Der andere BMW fuhr unterdessen normal weiter.

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Am Burgwall - der Raser hatte inzwischen die Polizei bemerkt und das Tempo wieder heruntergeschraubt - kontrollierten die Beamten den 25-Jährigen. Dieser stritt in der Folge ab, ein Rennen gefahren zu sein. Das ginge mit so einem "Pampersbomber" - gemeint war der BMW-Kombi - nicht.

Bochumer bietet Polizisten Geld

Danach soll er die Polizisten aufgefordert haben "ein Auge zuzudrücken", schließlich würden anderswo auch Rennen gefahren. Der Gipfel der Dreistigkeit war erreicht, als der Mann laut Polizeibericht den Beamten auch noch Geld anbot, um ihn weiterfahren zu lassen. Er soll sogar den Einsatz erhöht haben, um die Beschlagnahmung seines Führerscheins zu verhindern.

Am Ende nützte alles nichts. Den Lappen kassierte die Polizei ein, ebenso den Schlüssel des Leih-BMW. Der Raser musste zu Fuß weitergehen, darf bis zur richterlichen Entscheidung kein Auto mehr fahren - was nicht unklug ist. Denn bei den regelmäßigen Rennen auf dem Wall kommt es häufig zu gefährlichen Situationen. Zuletzt hatte es hier einen bei einem illegalen Autorennen einen Unfall gegeben.