Gegen Corona-Maßnahmen

Dortmund: Nach „Querdenker“-Demo – Strafverfahren von Polizei eingeleitet

Dortmunder „Querdenker“ haben die Polizei am Sonntag auf Trab gehalten – und schon am heutigen Montag (10. Dezember) geht es weiter mit der Corona-Kritik.

Dortmund – Eine relativ kleine Gruppe von Corona-Maßnahmen-Kritiker sorgt in Dortmund seit Monaten für größere Einsätze der Polizei. Auch am Wochenende kam es erneut zu Kundgebungen. Dabei widersetzte sich der Leiter der Versammlung den Spielregeln, wie es von der Polizei heißt.

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Dortmund: „Querdenker“-Demo – Leiter widersetzt sich den Auflagen der Polizei

Rund 120 Menschen hatten sich am Sonntag (9. Januar) auf dem Hansaplatz in Dortmunds City versammelt, um gegen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Im Vorfeld war durch die Stadt eine Verfügung erlassen worden, wodurch Aufzüge untersagt worden waren.

Doch gegen ebenjenes Verbot setzte sich der Versammlungsleiter hinweg und forderte die Demonstranten mit seinem Megafon zu „Spaziergängen“ auf. Die Folge: Er musste die Versammlung nach kurzer Zeit wieder beenden. Die Polizei schrieb eine Strafanzeige gegen den Mann. (Hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen)

„Querdenker“ fahren zwei Stunden durch Dortmund – Kritik gegen Corona-Maßnahmen

In der Folge disponierten die „Querdenker“ um und wechselten in ihre Autos. 150 Menschen in 100 Fahrzeugen nahmen somit nach der missglückten Standkundgebung auf dem Hansaplatz an einem Autokorso teil. Circa zwei Stunden dauerte dieser mit Start an den Westfalenhallen – er verlief laut Polizeiangaben mit nur geringen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Erst am Montag (3. Januar) fand in Dortmund eine Querdenker-Demo statt, bei der auch Kinder in erster Reihe mitliefen.

Anders könnte es schon am heutigen Montag (10. Januar) aussehen. Voraussichtlich ab 18 Uhr soll es auf dem Dortmunder Wall temporär und streckenweise zu Sperrungen kommen. Grund dafür sind Demonstrationen der „Querdenker“-Szene.

Dortmund: Polizei warnt am Montag vor Sperrung auf Wall wegen „Querdenker“-Demo

Die Polizei bittet darum, am Abend den Wall möglichst zu meiden, um nicht in die Sperrung zu gelangen. „Die Polizei ist darum bemüht, die Beeinträchtigungen so kurz wie möglich zu halten“, heißt es aus dem Präsidium.

Zuletzt sorgten die Kritiker der Corona-Maßnahmen immer wieder für Schlagzeilen, etwa, weil sich Mitglieder der Neonazis-Szene in ihren Reihen befanden, oder aber, weil „Querdenker“ sich mit der Polizei „Laufspiele“ durch die City lieferten.

Rubriklistenbild: © Markus Wüllner/News4Videoline