Testlauf für neue Transportmittel

Dortmund: Stadt probt neuen Service – aber nur in zwei Vierteln

Lastenrad
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In Dortmund ist es bald für vier Monate möglich, Lastenräder zu mieten.

Im Kreuz- und Unionsviertel sollen ab März Lastenräder als Transportmittel getestet werden.

Dortmund - In vielen deutschen Städten gibt es sie schon. Nun soll es auch in der Stadt Dortmund die Möglichkeit geben, Lastenräder zu mieten. Ab März soll der Probelauf des Mietsystems für Transport- oder Lastenräder im Kreuz- und Unionsviertel starten. Das Projekt soll vier Monate laufen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Dortmund: Transporträder für jedermann - alle Informationen zum Mieten der Räder

Insgesamt 15 Lastenräder sollen bis Ende Juni in den beiden Vierteln zur Verfügung stehen. An folgenden Orten sollen sich die Mietstationen befinden:

  • Heinrich-Schmitz-Platz
  • Westpark / Brunnen Ritterhausstraße
  • Möllerbrücke / Sonnenplatz
  • Roseggerstraße / Steubenstraße
  • Hohe Straße / Kreuzstraße
Am Sonnenplatz im Dortmunder Kreuzviertel soll eine Mietstation entstehen.

Zudem sollen fünf der Räder eine elektronische Tretunterstützung haben. Die Ausleihe erfolgt über die nextbike-App. Die Kosten des Mietsystems folgt einem Tarifmodell. Die erste halbe Stunde kostet zwei Euro. Bei einem Lastenrad mit E-Antrieb zahlt man 50 Cent mehr pro halbe Stunde. Das Mieten beider Modelle für einen ganzen Tag soll maximal 18 Euro kosten.

Dortmund: Kreuz- und Unionsviertel geeignet für Probelauf - Räder mit Dortmunder Namen

Die dichtbesiedelten Quartiere seien besonders geeignet für den Probelauf der Räder. Immer noch werde im Nahverkehr auf das Auto zurückgegriffen. Parkende Autos belegen viel Raum in den Vierteln. Zudem gäbe es dort nach Einschätzungen der Stadt eine Zielgruppe, die offen für die neuen Mobilitätsangebote sei. Die Transporträder sollen zahlreichen Einsatzmöglichkeiten dienen. Unter anderem könnten Kinder mitgenommen werden oder schwerere Lasten transportiert werden.

Video: Dortmund - Die Stadt im Ruhrgebiet

Sechs von den Lastenrädern bekommen exklusive Dortmunder Namen: Otto Mobil, Westpark Wagon, Möller Manta, Dortmund Driver, Viertel Kreuzerin und Stadion Sprinterin.

Dortmund: „Inklusionstransportrad“ soll vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten

Auch ein spezielles „Inklusionstransportrad“ soll die Mitnahme eines Rollstuhlfahrenden ermöglichen. Das Transportrad soll ebenso für besonders schwere Lasten geeignet sein. Möglich sei auch die Nutzung durch Firmen, die schwere Waren transportieren müssen. Das „Inklusionstransportrad“ dürfe ausschließlich an der Station Roseggerstraße / Steubenstraße abgegeben werden.

Probelauf soll Mobilität in Dortmund und NRW verbessern

Das Projekt soll das Mietsystem von Lastenrädern in Dortmund testen. Dabei könne es helfen, Hemmschwellen oder Barrieren für die Nutzung eines Lastenrads abzubauen. Ein eigenes Verleih-System für Dortmund könne nach Sichtung der Daten des Probelaufs auch in Betracht gezogen werden. Auch für ganz NRW soll das Probe-Angebot dazu dienen, die Mobilitätsangebote in weiteren Städten zu verbessern.